Schlagwortarchiv: Mikroelektronik

Konkret 100

#0006

Konkret 100 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Elektronischer Taschenrechner
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Röhrenwerk Mühlhausen im VEB Kombinat Mikroelektronik RFT DDR
Modell:
Konkret 100 grau
Objektart:
Rechentechnik / Taschenrechner / Konsumelektronik
Datierung:
1976 (Produktionsstart)
Originalobjekt 1982 (Verkaufsdatum: 25. Januar 1982)
Maße:
B/H/T ca. 8,6 x 2,2-4 x 16,5 cm
Gewicht:
ca. 280 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
Seriennummer: 66471
Material / Technik:
Graues Kunststoffgehäuse, integrierte Mikroelektronik mit Schaltkreis U821D, 8-stellige rote LED-Anzeige, Stromversorgung durch 4 × R6-Batterien (AA-Zellen 1,5V) oder externes Netzteil für 220 V Wechselstrom (4,6V/2,5W), Grundrechenarten, Kettenrechnung, Gleitkomma
Beschreibung:
Elektronischer Taschenrechner aus DDR-Produktion. Er gehört zu den frühen Taschenrechnern der DDR-Mikroelektronikproduktion. Die Stromversorgung erfolgte wahlweise über vier R6-Batterien oder ein externes Netzteil für 220 V Wechselstrom. Die leuchtstarke LED-Anzeige gewährleistete eine gute Ablesbarkeit der Rechenergebnisse, erforderte jedoch einen höheren Energieverbrauch als die später verbreiteten LCD-Anzeigen. Weiterentwicklungen waren die Modelle Konkret 200, 400 und 600. Diese höherpreisigen Modelle (1180-1600 M) waren vorzugsweise im betrieblichen Einsatz.
Funktion/Einsatz:
Das Gerät wurde für den Einsatz in Schule, Beruf und Haushalt entwickelt.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht mit sichtbaren Gebrauchsspuren, Einstiegspreis 1976: 900 Mark der DDR, später 337,30 M bis 235,- M zzgl. 20 M für das Netzteil
Provenienz:
VEB Chemiewerk Nünchritz (Spende Wacker Chemie, Abholung Förderverein)
Schlagwörter:
DDR, Taschenrechner, Mikroelektronik, Konsumelektronik, Rechentechnik, Bildungsgeschichte, Alltagsgeschichte, 1980er Jahre, 1970er Jahre
Bemerkungen:
Die rote LED-Anzeige ist charakteristisch für Taschenrechner der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Der Konkret 100 war Nachfolger der Minirex-Serie.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
OVP, Netzteil, Bedienungsanleitung (Druckvermerk 1981), Garantieschein
Literatur / Vergleichsobjekte:
Bedienungsanleitung KONKRET 100 (Druckvermerk 1981)
VEB Mikroelektronik „Wilhelm Pieck“ Mühlhausen – Produktunterlagen und Kataloge
Sammlungen historischer DDR-Taschenrechner und Rechentechnik
KI-Unterstützung
Bedienungsanleitung Konkret 100 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Konkret 100 Auszug BA (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Garantieschein Konkret 100 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

CPU – N80L286

#0048

N80L286 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalbild)
Objektbezeichnung:
16-Bit-Mikroprozessor
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Advanced Micro Devices (AMD)
Modell:
AMD N80L286
Objektart:
Elektronisches Bauelement / Mikroelektronik / Prozessor
Datierung:
1987-1990 (Grundarchitektur Intel 80286 ab 1982)
Maße:
ca. 2,5 × 2,5 × 0,4 cm im PLCC-Gehäuse (Plastic Leaded Chip Carrier)
Gewicht:
Ca. 5 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
N80L286-16/S
H 106YMCF
Lizenzproduktion kompatibel zum Intel 80286
Material / Technik:
Silizium-Halbleitertechnik, CMOS-/NMOS-Mikroelektronik, 16-Bit-Architektur, Taktfrequenz 16 MHz, kompatibel zur x86-Prozessorfamilie Intel 80286, integrierte Speicherverwaltung und Protected Mode
Beschreibung:
16-Bit-Mikroprozessor der x86-Familie aus der Produktion von Advanced Micro Devices (AMD). Der Prozessor basiert auf einer Lizenzfertigung des Intel-80286-Designs und wurde in IBM-kompatiblen Personalcomputern der späten 1980er-Jahre eingesetzt. Der N80L286 gehörte zur zweiten Generation der x86-Prozessorarchitektur und ermöglichte deutlich höhere Rechenleistungen als frühe 8-Bit- und 16-Bit-Systeme.
Charakteristisch für den 80286 und seine kompatiblen Varianten waren der sogenannte „Protected Mode“ zur Speicherverwaltung sowie die Fähigkeit, mehrere Megabyte Arbeitsspeicher zu adressieren. Prozessoren dieser Klasse wurden vor allem in professionellen Arbeitsplatzrechnern, Bürocomputern und industriellen Anwendungen verwendet. Das Objekt dokumentiert die rasante Entwicklung der Mikroprozessortechnik während der frühen PC-Ära sowie die Rolle von AMD als bedeutendem Zweitquellen- und Lizenzhersteller für Intel-Prozessoren.
Funktion:
Steuerung und Verarbeitung digitaler Daten in Personalcomputern, industriellen Steuerungen und professionellen Computersystemen.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht bzw. ungetestet / ursprünglicher Marktpreis mehrere hundert US-Dollar / heutiger Sammlerwert ca. 20–120 €
Provenienz:
Spende an Förderverein Freundeskreis der Industrieschule Chemnitz e. V.
Schlagwörter:
Mikroprozessor, x86, AMD, Intel 80286, Personal Computer, Mikroelektronik, Computertechnik, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Der AMD N80L286 entstand im Rahmen der damaligen Lizenzvereinbarungen zwischen Intel und AMD, die eine Zweitquellenproduktion von x86-Prozessoren ermöglichten. Obwohl die zugrunde liegende Intel-80286-Architektur bereits 1982 vorgestellt wurde, stammen Varianten mit 16 MHz meist aus den späten 1980er-Jahren.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Fachliteratur zu Mikroprozessoren
Literatur / Vergleichsobjekte:
Intel – technische Dokumentationen zum 80286
Advanced Micro Devices (AMD) – Prozessorhandbücher und Datenblätter
Computermuseen und Sammlungen historischer x86-Prozessoren
KI-Unterstützung
N80L286 Unterseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalbild)

CPU – MME U830Cm

#0046

U830Cm U5 MME
U830Cm U5 MME (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
8-Bit-Mikroprozessor
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt
Modell:
U830Cm U5 MME
Objektart:
Elektronisches Bauelement / Mikroelektronik / Prozessor
Datierung:
1980
Maße:
ca. 5 × 2 × 0,5 cm (DIP-Gehäuse)
Gewicht:
Ca. 10 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
U830Cm U5 MME DDR
Produktions- und Chargencode: 43014E
Material / Technik:
Silizium-Halbleitertechnik, MOS-Technologie, Dual-Inline-Package (DIP-40), 8-Bit-Architektur, kompatibel zur Prozessorfamilie Zilog Z80
Beschreibung:
8-Bit-Mikroprozessor aus DDR-Produktion im schwarzen Kunststoff-DIP-Gehäuse mit 40 Anschlusskontakten. Der Prozessor U830C gehört zu den wichtigsten Mikroprozessoren der DDR-Computertechnik der frühen 1980er-Jahre. Er wurde in zahlreichen Computern, Lernsystemen, Industrieanlagen und Automatisierungssystemen der DDR eingesetzt. Die Entwicklung solcher Mikroprozessoren war Teil des staatlichen Mikroelektronikprogramms zur technologischen Eigenständigkeit innerhalb des Ostblocks. Der Prozessor fand unter anderem Verwendung in Heim- und Bildungscomputern wie dem Poly-880 sowie in verschiedenen industriellen Steuerungs- und Rechensystemen. Das Objekt dokumentiert die Leistungsfähigkeit und zugleich die technologischen Grenzen der DDR-Halbleiterindustrie während des Kalten Krieges.
Funktion:
Steuerung und Verarbeitung digitaler Daten in Mikrocomputern, Rechentechnik und elektronischen Steueranlagen.
Zustand / Preis /Wert:
unbenutzt, funktionsfähig nicht geprüft / ursprünglicher DDR-Industriepreis unbekannt / heutiger Sammlerwert ca. 20–80 €
Provenienz:
Spende an Förderverein Freundeskreis der Industrieschule Chemnitz e. V.
Schlagwörter:
DDR, Mikroelektronik, Mikroprozessor, Computertechnik, Halbleitertechnik, Z80-Kompatibilität, U830, Rechentechnik, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Die Bezeichnung „U830“ verweist auf einen in der DDR gefertigten, zum Zilog Z80 kompatiblen Mikroprozessor.
U830 = Grundtyp des Prozessors
C = überarbeitete bzw. schnellere Version des U830
m = Variantenkennzeichnung (Gehäuse-/Selektions- oder Produktionsvariante)
U5 = zusätzliche Fertigungs- oder Qualitätskennzeichnung
asse
MME = Herstellerverbund Mikroelektronik Erfurt
DDR = Herkunftsland Deutsche Demokratische Republik
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Fachliteratur zu Mikroprozessoren
Literatur / Vergleichsobjekte:
VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt – technische Unterlagen und Datenblätter
Computermuseen und Sammlungen zur DDR-Mikroelektronik
Fachliteratur zur Halbleiter- und Computertechnik der DDR
KI-Unterstützung
U830Cm U5 MME Unterseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalbild)