Schlagwortarchiv: Computergeschichte

Schickardsche Rechenmaschine

#0126

Schickardsche Rechenuhr Nachbau (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Mechanische Rechenmaschine (Schickardsche Rechenuhr)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Wilhelm Schickard, Tübingen, Herzogtum Württemberg
Nachbau als lasergeschnittene Rekonstruktion der ersten Rechenmaschine: Andreas Richter (Freiberg) nach Jürgen Weigert (Nürnberg)
Modell:
Schickardsche Rechenuhr (-maschine)
Objektart:
Rechentechnik / Mechanische Rechenmaschine / Wissenschaftliches Instrument
Datierung:
1623 (Nachbau 2025 nach Vorlage J. Weigert 2018)
Maße:
Originalmaße nicht überliefert;
rekonstruierter Nachbau HxBxT ca. 34 × 33-39 × 7,5 – 21 cm
Gewicht:
1430 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
Keine; Einzelanfertigung nach Entwurf von 1623
Material / Technik:
Holzgehäuse (Birkensperrholz 3.2 mm) mit mechanischen Zahnrädern und Walzen, Zahlenräder, Übertragungsmechanismus für Zehnerüberträge, Napier’sche Rechenstäbe zur Unterstützung von Multiplikation und Division.
Beschreibung:
Die Schickardsche Rechenuhr gilt als die älteste bekannte mechanische Rechenmaschine der Geschichte. Sie wurde 1623 von dem württembergischen Gelehrten Wilhelm Schickard entwickelt und in einem Briefwechsel mit dem Astronomen Johannes Kepler beschrieben. Das Gerät vereinte ein mechanisches Addier- und Subtraktionswerk mit Napier’schen Rechenstäben zur Durchführung von Multiplikationen und Divisionen.
Die Maschine war in der Lage, mehrstellige Zahlen automatisch zu addieren und zu subtrahieren und besaß einen Mechanismus für den Zehnerübertrag zwischen den Rechenstellen. Damit nahm sie wesentliche Konstruktionsmerkmale späterer mechanischer Rechenmaschinen vorweg.
Ein für Johannes Kepler bestimmtes Exemplar wurde während des Baus vermutlich durch einen Brand zerstört. Die Originalmaschine ist nicht erhalten. Erst im 20. Jahrhundert konnte die Konstruktion anhand der überlieferten Zeichnungen und Briefe rekonstruiert werden.
Die Schickardsche Rechenuhr markiert den Beginn der mechanisierten Rechentechnik und stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung von Rechenmaschinen und Computern dar.
Funktion:
Mechanische Durchführung von Additionen und Subtraktionen sowie Unterstützung von Multiplikationen und Divisionen mittels Napier’scher Rechenstäbe.
Zustand / Preis /Wert:
Das Original ist nicht erhalten. Museale Rekonstruktionen und Nachbauten besitzen je nach Ausführung einen Wert von etwa 500–5.000 €.
Provenienz:
Originalkonstruktion von Wilhelm Schickard, Tübingen, 1623; heute ausschließlich durch historische Quellen und Rekonstruktionen überliefert.
Schlagwörter:
Wilhelm Schickard, Rechenuhr, Rechenmaschine, Mechanik, Mathematikgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Computergeschichte, Analogrechner, 17. Jahrhundert
Bemerkungen:
Die Schickardsche Rechenuhr entstand rund zwanzig Jahre vor der Rechenmaschine von Blaise Pascal und gilt heute als der früheste bekannte Vorläufer mechanischer Rechenmaschinen. Ihre Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert führte zu einer Neubewertung der Anfänge der Computer- und Rechentechnikgeschichte.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Bauanleitung, Infomaterial, Ersatzteile
Literatur / Vergleichsobjekte:
Johannes Kepler – Briefwechsel mit Wilhelm Schickard
Pascaline 1642 (galt ursprünglich als älteste Rechenmaschine, Blaise Pascal)
Staffelwalzenmaschine von Gottfried Wilhelm Leibniz
Wilhelm Schickards Tübinger Rechenmaschine von 1623 von
Bruno Baron von Freytag gen. Löringhoff. ISBN 978-3-941818-47-7
https://www.tuebingen.de/1520.html#/1991
Fachliteratur zur Geschichte der Rechentechnik und historischen Wissenschaftsinstrumenten
„Vom Kerbholz zur Curta“ von Jan Meyer
Beschreibung in https://www.thingiverse.com/thing:3451695
KI-Unterstützung
Schickardsche Rechenuhr Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Addierwerk Einzelstelle (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Addierwerk (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Rechenstäbe v. Napier (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr über 500 Einzelteile (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Lasercut (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Endmontage (Bild:RichterA Originalobjekt)

Macintosh SE 1/20

#0009

Macintosh SE 1/20 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Personal Computer (Heim- und Bürocomputer)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Apple Inc., Cupertino, Kalifornien, USA
Vertrieb in D: Apple Computer GmbH München
Modell:
Macintosh SE 1/20 (Grundmodell: Macintosh SE), Studentenversion
Objektart:
Computertechnik / Personal Computer / Arbeitsplatzrechner / Heimcomputer
Datierung:
1988 (Baueihe: 1987 – 1990)
Maße:
B/H/T ca. 24,5 × 34,5 × 27,5 cm
Gewicht:
ca. 7,7 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse in Beige (Platinum), integrierter 9-Zoll-Monochrommonitor (512 × 342 Pixel), Prozessor Motorola 68000 mit 8 MHz, 1 MB Arbeitsspeicher, interne Festplatte mit 20 MB Kapazität, 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk (800 KiB), Maus- und Tastaturanschluss, Netzbetrieb 220–240 V Wechselstrom, 100 W.
Beschreibung:
Kompakter Personal Computer der Macintosh-Baureihe von Apple mit integriertem Bildschirm und eingebautem Massenspeicher. Das Modell Macintosh SE/20 basiert auf dem 1987 eingeführten Macintosh SE und verfügt über eine interne Festplatte mit einer Kapazität von 20 Megabyte. Die Bezeichnung „SE/20“ wurde häufig verwendet, um die Variante mit eingebauter 20-MB-Festplatte vom Standardmodell ohne Festplatte zu unterscheiden.
Der Rechner besitzt einen 9-Zoll-Monochrommonitor, eine grafische Benutzeroberfläche und wird über eine Ein-Tasten-Maus und spezielle Apple-Tastatur bedient. Die kompakte Bauweise mit Bildschirm, Laufwerk und Rechner in einem Gehäuse war charakteristisch für die frühen Macintosh-Computer.
Der Macintosh SE zählt zu den prägenden Computern der späten 1980er-Jahre und dokumentiert die zunehmende Verbreitung grafischer Benutzeroberflächen sowie die Etablierung des Personal Computers als universelles Arbeitsgerät in Büro, Bildung und Kreativwirtschaft.
Funktion:
Ausführung von Anwendungsprogrammen besonders für Textverarbeitung, Grafik, Desktop Publishing, Datenverwaltung und Kommunikation.
Das System eignete sich besonders für den Büroeinsatz bzw. HomeOffice.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, Funktion vorhanden, Lesefehler beim Start / ursprünglicher Verkaufspreis in Deutschland je nach Ausstattung ca. 5.000–6.000 DM / Studentenversion 1200 €, heutiger Sammlerwert ca. 150–500 € je nach Erhaltungszustand, Zubehör und Funktionsfähigkeit.
Provenienz:
Bereitstellung und Reparatur Volker Pankalla (ISC)
Schlagwörter:
Macintosh, Apple, Personal Computer, Mikrocomputer, Desktop Publishing, Grafische Benutzeroberfläche, Motorola 68000, Monochrommonitor, Computergeschichte, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Der Macintosh SE war der erste kompakte Macintosh mit internem Erweiterungssteckplatz und einer standardmäßig vorgesehenen Festplattenoption. Die Kombination aus grafischer Benutzeroberfläche, Mausbedienung und integrierter Bauweise machte das Gerät zu einem Meilenstein der Personal-Computer-Geschichte. Zusammen mit Druckern wie dem Apple LaserWriter und Layoutprogrammen wie Aldus PageMaker trug der Macintosh SE maßgeblich zur Verbreitung des Desktop Publishing bei.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Apple-Tastatur, -Maus, Installations-Kurzanleitung, Macintosh Information Addendum, MacSE-Packliste, Macintosh System Software Aktualisierung, Macintosh Referenzkarte, Apple Garantieblatt, Apple Software-Lizenzvertrag
Literatur / Vergleichsobjekte:
Macintosh Plus
Macintosh Classic
IBM Personal System/2 Model 30
Zeitgenössische Apple-Handbücher und Fachliteratur zur Geschichte des Personal Computers
KI-Unterstützung
Macintosh SE 1/20 – Systemlesefehler (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Apple-Tastatur für Macintosh SE 1/20 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Apple Eintastenmaus (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Kurzanleitung Macintosh SE (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Macintosh Referenzkarte Auszug (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Steve Jobs (Biographie)

#0124

Buch: Steve Jobs Titel (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Biographie / Sachbuch
Autor
Walter Isaacson
Titel:
Steve Jobs
Verlag:
C. Bertelsmann Verlag
Datierung:
2011 (2. Auflage der deutschen Erstausgabe)
ISBN:
978-3-570-10124-7
Objektart:
Buch / Biografie / Technikgeschichte
Maße:
ca. 22,7 × 15,0 × 5,0 cm
Gewicht:
ca. 980 g
Umfang:
704 Seiten, Hardcover, mit Bildteil
Material / Technik:
Bedrucktes Papier, Fadenheftung, Hardcover-Einband mit Schutzumschlag, Offsetdruck
Beschreibung:
Autorisierte Biografie des Apple-Mitbegründers Steve Jobs, verfasst von dem US-amerikanischen Autor und Journalisten Walter Isaacson. Das Werk basiert auf zahlreichen Interviews mit Steve Jobs, seinen Familienangehörigen, Freunden, Weggefährten und Konkurrenten. Die Biografie schildert die Entwicklung von Jobs vom jungen Elektronikenthusiasten zum Mitbegründer von Apple und zu einer der prägenden Persönlichkeiten der Computer- und Technologiegeschichte. Das Buch behandelt die Entstehung und Entwicklung bedeutender Produkte wie Macintosh, iMac, iPod, iPhone und iPad sowie den Einfluss von Steve Jobs auf die Digitalisierung des Alltags. Die Veröffentlichung erschien kurz nach seinem Tod im Jahr 2011 und zählt zu den meistgelesenen Biografien der modernen Technikgeschichte.
Funktion:
Vermittlung biografischer, wirtschafts- und technikgeschichtlicher Informationen über Leben, Wirken und Einfluss von Steve Jobs auf die Computer- und Elektronikindustrie.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, gut / ursprünglicher Ladenpreis ca. 25 € / heutiger Gebrauchtwert ca. 3–20 €
Provenienz:
Spende
Schlagwörter:
Steve Jobs, Apple, Computergeschichte, Biografie, Informationstechnik, Digitalisierung, Innovation, Silicon Valley, Unternehmergeschichte, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert
Bemerkungen:
Die Biografie entstand mit direkter Mitwirkung von Steve Jobs, der dem Autor umfassenden Zugang zu seinem persönlichen und beruflichen Umfeld gewährte. Das Werk gilt als wichtige Quelle zur Geschichte der Personal-Computer-, Smartphone- und Digitalindustrie der späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Umschlag
Literatur / Vergleichsobjekte:
Steve Jobs
Steve Wozniak – autobiografische Veröffentlichungen
Becoming Steve Jobs
Sammlungsobjekte zur Geschichte von Personal Computer, Macintosh, iPod, iPhone und iPad.
KI-Unterstützung
Steve Jobs Buchdeckel Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Buch: Steve Jobs Auszug (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Steve Jobs Einband innen (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Buch: Steve Jobs Inhalt (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)