Schlagwortarchiv: Bürocomputer

Commodore CBM 8032

#0005

CBM 8032 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Personal Computer (PC)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Commodore International / USA (Made in W.-Germany / Braunschweig)
Modell:
Commodore CBM 8032
Objektart:
8-Bit Bürocomputer / Personal Computer mit integriertem Monitor
Datierung:
1980-1982, Originalobjekt: 1981 in 41. KW
Maße:
B/H/T ca. 42 x 36 x 47 cm
Gewicht:
ca. 22,5 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
SER.NO. WG 0007138
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse, Metallchassis, elektronische Bauteile (TTL-Logik), integrierter CRT-Monochrommonitor, MOS 6502-Mikroprozessor, 1 MHz,  32 KiB RAM (max. 96 KiB), 18 KiB ROM, Speicheroptionen: Audiokassette, LW: 8“, 5.25“ (z. B. SSQD-8050 einseitig, Quad-Density), IEEE-488-Schnittstelle
OS: Commodore BASIC V4.0
Beschreibung:
Der Commodore CBM 8032 ist ein früher Bürocomputer der CBM/PET-Serie von Commodore International. Er steht exemplarisch für die Übergangsphase von Großrechnern zu kompakten Personal Computern im professionellen Einsatz.
Typisch für das Gerät ist sein integriertes All-in-One-Design mit eingebautem monochromen CRT-Monitor sowie Tastatur in einem gemeinsamen, robusten Gehäuse. Diese Bauweise machte externe Peripherie zunächst überflüssig und unterstreicht den praktischen, bürotauglichen Anspruch des Systems.
Technisch basiert der CBM 8032 auf der MOS-6502-Architektur und verfügt in der Regel über 32 KB RAM. Nach dem Einschalten steht unmittelbar Commodore BASIC zur Verfügung, wodurch Programmierung, Datenverarbeitung und einfache Büroanwendungen ohne zusätzliche Software möglich sind. In Kombination mit Diskettenlaufwerken und Nadeldruckern konnte es grundlegende Büroaufgaben effizient abbilden und trug so zur frühen Verbreitung von Computern im Arbeitsalltag bei.
Funktion:
Für den professionellen Einsatz in Büros, Schulen und Forschungseinrichtungen konzipiert. Textverarbeitung, Tabellen- und Datenverarbeitung, Programmierung in BASIC, einfache Büro- und Verwaltungsaufgaben.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, nicht funktionsfähig, Sammlerwert 200€ (in optimalem Zustand und Funktion bis 800€), NEU: 1500 US$, 3950 DM (für Geschäftsmarkt)
Provenienz:
Spende
Schlagwörter:
8-Bit, Vintage Computer, PET-Serie, CBM, MOS 6502, Bürocomputer, Retrocomputing, Mikrocomputer
Bemerkungen:
Heute gilt der CBM 8032 als bedeutendes historisches Beispiel für die erste Generation professionell genutzter Mikrocomputer und ist ein geschätztes Sammler- und Museumsobjekt der frühen Computertechnik.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Literatur / Vergleichsobjekte:
Commodore PET/CBM Systemhandbücher
Vergleichsobjekte: Commodore PET 2001, CBM 3032
Fachliteratur zur 8-Bit-Ära der Mikrocomputer (1977–1985)
KI-Unterstützung
CBM 8032 Typenschild (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
CBM 8032 Rückseite mit Schnittstellen (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Nixdorf BA42

#0004

Objektbezeichnung:
Monochrommonitor
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Diebold Nixdorf GmbH Paderborn (Made in Singapore)
Modell:
Nixdorf BA42
Objektart:
Computerperipherie / Bildschirmgerät / Monitor
Datierung:
1988
Maße:
B/H/T ca. 38 × 35 × 38 cm
Gewicht:
6,4 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
06323 00 6 022097 (Typenschild Rückseite)
Material / Technik:
Kunststoff- und Metallgehäuse, Kathodenstrahlröhre (CRT) mit bernsteinfarbenem (Amber-) Phosphor, Monochromdarstellung, Videobandbreite 25 MHz, Bildschirmformat für 80 × 25 Zeichen, Netzanschluss 220 V~ / 50 Hz, Leistungsaufnahme 30 W.
Beschreibung:
Monochrommonitor für professionelle Arbeitsplatzrechner der Baureihe 8810 der Nixdorf Computer AG. Das Modell BA42 wurde zusammen mit Systemen wie dem Nixdorf 8810 M55 eingesetzt und diente zur Darstellung von Textverarbeitung, Datenbanken, Kommunikationssoftware und kaufmännischen Anwendungen.
Die verwendete Kathodenstrahlröhre mit bernsteinfarbenem Leuchtschirm (Amber-Phosphor) galt in den 1980er-Jahren als besonders kontrastreich und augenschonend für die tägliche Bildschirmarbeit. Mit einer Darstellung von 80 Zeichen pro Zeile und 25 Zeilen entsprach das Gerät dem Standard professioneller Büroarbeitsplätze seiner Zeit.
Obwohl Nixdorf ein deutscher Hersteller war, wurde dieses Exemplar in Singapur gefertigt. Die internationale Produktion elektronischer Komponenten und Peripheriegeräte war in den 1980er-Jahren bereits weit verbreitet und spiegelt die zunehmende Globalisierung der Computerindustrie wider.
Funktion:
Darstellung von Text- und Anwendungsprogrammen eines angeschlossenen Computersystems der Nixdorf-8810-Serie.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, Funktionszustand mit Nixdorf 8810 M55 geprüft und in Ordnung / Neupreis ca. 1.800 DM / heutiger Sammlerwert ca. 100 € je
Provenienz:
Erwerb Förderverein
Schlagwörter:
Monitor, Monochrommonitor, Amber-Monitor, CRT, Kathodenstrahlröhre, Nixdorf, Bürocomputer, Bildschirmarbeitsplatz, Informationstechnik, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Mit einem Neupreis von etwa 1.800 DM gehörte der BA42 zur professionellen Büroausstattung und war deutlich teurer als Monitore für den Heimcomputerbereich. Zusammen mit einem Rechner der Nixdorf-8810-Serie dokumentiert er einen typischen Bildschirmarbeitsplatz deutscher Unternehmen und Verwaltungen der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
PC Nixdorf 8810 M55 mit umfangreichen Unterlagen, EGA Unterstützungsdiskette
Literatur / Vergleichsobjekte:
Nixdorf Computer AG – technische Handbücher und Produktkataloge
Vergleichsobjekte: IBM 5151 Monochrome Display, Hercules Monochrome Monitor
KI-Unterstützung

Nixdorf 8810 M55

#0003

Nixdorf 8810 M55 (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Personal Computer (PC)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Nixdorf Computer AG Paderborn (als OEM-Produkt von NCR Augsburg übernommen und angepasst)
Modell:
Nixdorf 8810 M55
Objektart:
Computertechnik / Personal Computer / Bürocomputer
Datierung:
1986-1989 , Exponat: 12.07.1988
Maße:
B/H/T ca. 56 × 18 × 43 cm
Gewicht:
15-20 kg je nach Ausstattung
Seriennummer / sonstige Nummern:
Modulnummer: 9716.02
Material / Technik:
Metallgehäuse mit Kunststofffront, 16-Bit-Hauptprozessor Intel-kompatibler 80286 mit 10 MHz Taktfrequenz, 640 KiB konventioneller Arbeitsspeicher, EGA-Grafiksystem, 43-MB-Festplatte (davon ca. 32 MB nutzbar, Laufwerkstyp 3), Diskettenlaufwerke 5¼ Zoll (1,2 MB) und 3½ Zoll (1,44 MB), ISA-Erweiterungsbus, serielle und parallele Schnittstellen, Netzbetrieb 220 V Wechselstrom. Auf dem Gerät ist MS-DOS 3.30 installiert (Auslieferung mit MS-DOS 3.20)
Beschreibung:
Personal Computer der zweiten Generation IBM-kompatibler Bürorechner aus der Produktreihe 8810 der Nixdorf Computer AG. Der PC wurde zur ORGA-Technik 1986 in Köln als einer der leistungsstärksten Geräte präsentiert. Er hatte eine eigene unterbrechungsfreie Notstromversorgung, konnte mittels Modem ferngeschaltet und zentral mit Software versorgt werden.
Ein EGA-Grafikadapter unterstützte die Darstellung von Texten und Grafiken auf Farbbildschirmen. Der Rechner verfügte über 640 KiB konventionellen Arbeitsspeicher, was dem unter MS-DOS üblichen Standard der späten 1980er-Jahre entsprach. Außerdem gab es eine Host-Anbindung sowie LAN-Kopplung.
Die Baureihe dokumentiert den Übergang von proprietären Bürocomputersystemen zu standardisierten IBM-PC-kompatiblen Architekturen. Nixdorf gehörte in den 1980er-Jahren zu den bedeutendsten europäischen Computerherstellern und setzte die 8810-Serie in zahlreichen gewerblichen Anwendungen ein. Da vergleichbare IBM-PC’s sehr teuer waren, lieferte Nixdorf damit eine günstigere Alternative.
Funktion/Einsatz:
Das Modell 8810 M55 war für den professionellen Einsatz in Unternehmen konzipiert. Das umfasste die Verarbeitung von Texten, Tabellen und Datenbanken, betriebswirtschaftliche Anwendungen, Kommunikation über serielle Schnittstellen sowie allgemeine Büro- und Verwaltungsaufgaben.
Der 8810 M55 konnte darüber hinaus mit zentralen Unternehmensrechnern kommunizieren, in lokale Computernetzwerke eingebunden werden und elektronische Informations- und Nachrichtendienste der 1980er-Jahre nutzen. Dazu gehörten Bildschirmtext (Btx), ein früher Online-Dienst der Deutschen Bundespost, sowie Teletex, ein System zur elektronischen Übermittlung von Geschäftsdokumenten. Diese Ausstattung verdeutlicht den Übergang von isolierten Einzelplatzrechnern zu vernetzten Informationssystemen.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, funktionsfähig / ursprünglicher Anschaffungspreis: 11.800 DM / heutiger Sammlerwert ca. 250 €
Provenienz:
Erwerb Förderverein
Schlagwörter:
Personal Computer, Nixdorf, 80286, IBM-PC, Bürocomputer, Informationstechnik, EGA, Festplatte, MS-DOS, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Die Kombination aus 5¼-Zoll- und 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk kennzeichnet die Übergangsphase der Datenspeicherung in den späten 1980er-Jahren. Die nutzbare Festplattenkapazität von etwa 32 MB resultiert aus den technischen Beschränkungen früher BIOS-Versionen und Festplattenparameter. Der Rechner verwendet den ISA-Bus (Industry Standard Architecture), der in IBM-kompatiblen PCs der 1980er- und frühen 1990er-Jahre weit verbreitet war.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Monitor Nixdorf BA42 (Objekt #0004)
Originale Bedienungsanleitungen (Erste Schritte vom 01.11.1987) im Ordner, Heft: MS-DOS Kurzführer 1987, MS-DOS Installationshinweise im Schuber
Software: „Die ersten Schritte“ in 5 Sprachen 5,25″, „Nixdorf-PC-Kurs: MS-DOS“ auf 3x 5,25″ -Disc, Nixdorf „Master-Disc“ für DOS 3.20 auf 2x 5,25″, EGA-Unterstützungsdiskette, OS MS-DOS 3.20
Literatur / Vergleichsobjekte:
Nixdorf Computer AG – Produktkataloge und technische Handbücher
Zeitgenössische Handbücher zu MS-DOS und IBM-PC-kompatiblen Systemen
Sammlungen historischer Personal Computer in Technik- und Computermuseen
Vergleichsobjekte: IBM Personal Computer AT, Compaq Deskpro 286.
KI-Unterstützung
Nixdorf 8810 M55 mit Monitor BA42 (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)
Nixdorf 8810 M55 Einstieg (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)
MS-DOS für Nixdorf 8810 M55 (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)