Schlagwortarchiv: Büroautomation

Ascota Klasse 112

#0123

Ascota 112 (Bild: MEIK KohlsM Originalobjekt)

Objektbezeichnung:
Elektromechanische Schnell-Saldiermaschine
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt
Modell:
Ascota Klasse 112
Objektart:
Büromaschine / Rechentechnik / Buchungsmaschine
Datierung:
1953 – 1958
Maße:
B/H/T ca. 47 x 22 x 43 cm
Gewicht:
ca .14 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
112 – 14745
Material / Technik:
Metall / Kunstoff (hellgrau), Metallgehäuse mit Lackierung, elektromechanisches Rechenwerk, elektrische Tastatursteuerung, Saldier- und Addierwerk, Netzbetrieb, 2-Farbdruck (schwarz/rot), Einsatz von Papierrollen oder A4-Formularen möglich.
Bei der 112 handelt es sich um eine Variante der 110, die mit einem Schüttelwagen ausgerüstet war. Dadurch war ein Druck in 2 einstellbaren Spalten möglich.
Beschreibung:
Elektrische Schnell-Saldiermaschine mit 32 cm breitem Schüttelwagen. Sie verfügt über einen Universalmotor für verschiedene Stromarten und Spannungen (110-220V Gleich- oder Wechselspannung).
Im Gegensatz zu klassischen mechanischen Rechenmaschinen arbeitete die Ascota Klasse 112 elektromechanisch. Die Eingabe erfolgte über eine Volltastatur, während die Berechnungen durch elektrisch angetriebene Rechenwerke, welche selbst mechanisch nach dem Zahnstangen-/ Zahnradprinzip arbeiten, ausgeführt wurden. Dadurch konnten umfangreiche Rechen- und Buchungsvorgänge wesentlich schneller bearbeitet werden als mit handbetriebenen Maschinen.
Funktion:
Addition / Subtraktion / Multiplikation
Bildung von Zwischensummen und Salden sowie Unterstützung von Buchhaltungs- und Kontierungsarbeiten. Sie fand vor allem in Buchhaltungen, Banken, Handelsbetrieben, Versicherungen und staatlichen Verwaltungen Verwendung.
Zustand / Preis /Wert:
guter Zustand, funktionsfähig, ca 200€
Provenienz:
„Die Welt der DDR“ in Dresden (Auktion 2023)
Schlagwörter:
Rechenmaschine, Rechentechnik, Bürotechnik, Büroautomation, DDR, 50er Jahre, Astra, Ascota, Schnell-Saldiermaschine, Buchungsmaschine, Buchhaltung, Elektromechanik
Bemerkungen:
Schnell-Saldiermaschinen stellen eine wichtige Entwicklungsstufe zwischen mechanischen Rechenmaschinen und den späteren elektronischen Buchungs- und Computersystemen dar.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Original Bedienungsanleitung
Literatur / Vergleichsobjekte:
https://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/computer/ascota.htm

Ascota Büromaschinenwerk Chemnitz – Bedienungs- und Wartungsunterlagen
Sammlungen historischer Büromaschinen und Buchungsmaschinen
Vergleichsobjekte: Rheinmetall Supermetall, Mercedes-Euklid Buchungsmaschine
Ascota 112 Seriennummer (Bild: MEIK KohlsM Originalobjekt)
Ascota 112 Rückseite (Bild: MEIK KohlsM Originalobjekt)
Ascota 112 Bedienungsanleitung (Bild: MEIK KohlsM Originalobjekt)
Ascota 112 Beispiel aus der Bedienungsanleitung (Bild: MEIK KohlsM Originalobjekt)
Ascota 112 Bedienungsanleitung Rückseite (Bild: MEIK KohlsM Originalobjekt)

Triumphator CRN1

#0002

Triumphator CRN1 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Mechanische Rechenmaschine
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Triumphator-Rechenmaschinenfabrik Leipzig (Mölkau) DDR
Modell:
Triumphator CRN1
Objektart:
Rechentechnik / Büromaschine / Mechanische Rechenmaschine
Datierung:
1953 – 1958
Maße:
B/H/T ca. 33 × 18 × 38 cm
Gewicht:
6,4 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
198504 CRN1
Material / Technik:
Metallgehäuse mit Lackierung (hier weinrot), mechanisches Staffelwalzen- bzw. Sprossenrad-Rechenwerk, numerische Einstellschieber, Handkurbelbetrieb, ein mechanisches Zähl- und Resultatwerk (Simplexmaschine)
Beschreibung:
Mechanische Tischrechenmaschine mit Handkurbelantrieb nur zur Durchführung der vier Grundrechenarten (Vierspezies-Maschine) ohne weitere Funktionen. Die Triumphator CRN1 gehört zu den klassischen Bürorechenmaschinen in der Mitte des 20. Jahrhunderts und wurde vor allem in Verwaltung, Handel, Wissenschaft und Technik eingesetzt. Das Gerät besitzt ein robustes Metallgehäuse mit numerischen Einstellschiebern auf der Oberseite, einem mechanischen Resultatwerk sowie einer seitlich angebrachten Handkurbel zur Ausführung der Rechenoperationen.
Rechenmaschinen dieser Bauart ermöglichten schnelle und vergleichsweise präzise Berechnungen lange vor der Verbreitung elektronischer Tischrechner und Computer. Die Triumphator-Werke in Leipzig gehörten zu den bedeutenden deutschen Herstellern mechanischer Rechentechnik und exportierten ihre Geräte international. Die CRN1 dokumentiert den Übergang von mechanischer zu elektromechanischer und später elektronischer Büroautomation.
Funktion:
Mechanische Durchführung von Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division mittels Kurbelantrieb.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, mechanisch funktionsfähig, sehr guter Zustand / ursprünglicher Verkaufspreis: 595 DM (1955) / 545 DM (1958) / heutiger Sammlerwert ca. 80–300 € je nach Zustand und Vollständigkeit
Provenienz:
MBN Naunhof
Schlagwörter:
Rechenmaschine, Mechanik, Bürotechnik, Rechentechnik, Triumphator, Büroautomation, Mechanische Rechenmaschine, 1950er Jahre
Bemerkungen:
Die Triumphator-Rechenmaschinen basierten auf mechanischen Rechenwerken und gehörten zu den letzten weit verbreiteten nicht-elektronischen Büromaschinen vor dem Aufkommen elektronischer Rechner in den 1960er- und 1970er-Jahren.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Literatur / Vergleichsobjekte:
Triumphator-Werke – historische Produktkataloge und Bedienungsanleitungen
Calcuseum – Datenbank historischer Rechenmaschinen
Technische Sammlungen zur Geschichte mechanischer Büromaschinen
KI-Unterstützung
Triumphator CRN1 Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Triumphator CRN1 Bedienelemente (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)