Schlagwortarchiv: 1980er Jahre

Macintosh SE 1/20

#0009

Macintosh SE 1/20 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Personal Computer (Heim- und Bürocomputer)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Apple Inc., Cupertino, Kalifornien, USA
Vertrieb in D: Apple Computer GmbH München
Modell:
Macintosh SE 1/20 (Grundmodell: Macintosh SE), Studentenversion
Objektart:
Computertechnik / Personal Computer / Arbeitsplatzrechner / Heimcomputer
Datierung:
1988 (Baueihe: 1987 – 1990)
Maße:
B/H/T ca. 24,5 × 34,5 × 27,5 cm
Gewicht:
ca. 7,7 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse in Beige (Platinum), integrierter 9-Zoll-Monochrommonitor (512 × 342 Pixel), Prozessor Motorola 68000 mit 8 MHz, 1 MB Arbeitsspeicher, interne Festplatte mit 20 MB Kapazität, 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk (800 KiB), Maus- und Tastaturanschluss, Netzbetrieb 220–240 V Wechselstrom, 100 W.
Beschreibung:
Kompakter Personal Computer der Macintosh-Baureihe von Apple mit integriertem Bildschirm und eingebautem Massenspeicher. Das Modell Macintosh SE/20 basiert auf dem 1987 eingeführten Macintosh SE und verfügt über eine interne Festplatte mit einer Kapazität von 20 Megabyte. Die Bezeichnung „SE/20“ wurde häufig verwendet, um die Variante mit eingebauter 20-MB-Festplatte vom Standardmodell ohne Festplatte zu unterscheiden.
Der Rechner besitzt einen 9-Zoll-Monochrommonitor, eine grafische Benutzeroberfläche und wird über eine Ein-Tasten-Maus und spezielle Apple-Tastatur bedient. Die kompakte Bauweise mit Bildschirm, Laufwerk und Rechner in einem Gehäuse war charakteristisch für die frühen Macintosh-Computer.
Der Macintosh SE zählt zu den prägenden Computern der späten 1980er-Jahre und dokumentiert die zunehmende Verbreitung grafischer Benutzeroberflächen sowie die Etablierung des Personal Computers als universelles Arbeitsgerät in Büro, Bildung und Kreativwirtschaft.
Funktion:
Ausführung von Anwendungsprogrammen besonders für Textverarbeitung, Grafik, Desktop Publishing, Datenverwaltung und Kommunikation.
Das System eignete sich besonders für den Büroeinsatz bzw. HomeOffice.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, Funktion vorhanden, Lesefehler beim Start / ursprünglicher Verkaufspreis in Deutschland je nach Ausstattung ca. 5.000–6.000 DM / Studentenversion 1200 €, heutiger Sammlerwert ca. 150–500 € je nach Erhaltungszustand, Zubehör und Funktionsfähigkeit.
Provenienz:
Bereitstellung und Reparatur Volker Pankalla (ISC)
Schlagwörter:
Macintosh, Apple, Personal Computer, Mikrocomputer, Desktop Publishing, Grafische Benutzeroberfläche, Motorola 68000, Monochrommonitor, Computergeschichte, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Der Macintosh SE war der erste kompakte Macintosh mit internem Erweiterungssteckplatz und einer standardmäßig vorgesehenen Festplattenoption. Die Kombination aus grafischer Benutzeroberfläche, Mausbedienung und integrierter Bauweise machte das Gerät zu einem Meilenstein der Personal-Computer-Geschichte. Zusammen mit Druckern wie dem Apple LaserWriter und Layoutprogrammen wie Aldus PageMaker trug der Macintosh SE maßgeblich zur Verbreitung des Desktop Publishing bei.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Apple-Tastatur, -Maus, Installations-Kurzanleitung, Macintosh Information Addendum, MacSE-Packliste, Macintosh System Software Aktualisierung, Macintosh Referenzkarte, Apple Garantieblatt, Apple Software-Lizenzvertrag
Literatur / Vergleichsobjekte:
Macintosh Plus
Macintosh Classic
IBM Personal System/2 Model 30
Zeitgenössische Apple-Handbücher und Fachliteratur zur Geschichte des Personal Computers
KI-Unterstützung
Macintosh SE 1/20 – Systemlesefehler (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Apple-Tastatur für Macintosh SE 1/20 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Apple Eintastenmaus (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Kurzanleitung Macintosh SE (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Macintosh Referenzkarte Auszug (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Nixdorf BA42

#0004

Objektbezeichnung:
Monochrommonitor
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Diebold Nixdorf GmbH Paderborn (Made in Singapore)
Modell:
Nixdorf BA42
Objektart:
Computerperipherie / Bildschirmgerät / Monitor
Datierung:
1988
Maße:
B/H/T ca. 38 × 35 × 38 cm
Gewicht:
6,4 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
06323 00 6 022097 (Typenschild Rückseite)
Material / Technik:
Kunststoff- und Metallgehäuse, Kathodenstrahlröhre (CRT) mit bernsteinfarbenem (Amber-) Phosphor, Monochromdarstellung, Videobandbreite 25 MHz, Bildschirmformat für 80 × 25 Zeichen, Netzanschluss 220 V~ / 50 Hz, Leistungsaufnahme 30 W.
Beschreibung:
Monochrommonitor für professionelle Arbeitsplatzrechner der Baureihe 8810 der Nixdorf Computer AG. Das Modell BA42 wurde zusammen mit Systemen wie dem Nixdorf 8810 M55 eingesetzt und diente zur Darstellung von Textverarbeitung, Datenbanken, Kommunikationssoftware und kaufmännischen Anwendungen.
Die verwendete Kathodenstrahlröhre mit bernsteinfarbenem Leuchtschirm (Amber-Phosphor) galt in den 1980er-Jahren als besonders kontrastreich und augenschonend für die tägliche Bildschirmarbeit. Mit einer Darstellung von 80 Zeichen pro Zeile und 25 Zeilen entsprach das Gerät dem Standard professioneller Büroarbeitsplätze seiner Zeit.
Obwohl Nixdorf ein deutscher Hersteller war, wurde dieses Exemplar in Singapur gefertigt. Die internationale Produktion elektronischer Komponenten und Peripheriegeräte war in den 1980er-Jahren bereits weit verbreitet und spiegelt die zunehmende Globalisierung der Computerindustrie wider.
Funktion:
Darstellung von Text- und Anwendungsprogrammen eines angeschlossenen Computersystems der Nixdorf-8810-Serie.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, Funktionszustand mit Nixdorf 8810 M55 geprüft und in Ordnung / Neupreis ca. 1.800 DM / heutiger Sammlerwert ca. 100 € je
Provenienz:
Erwerb Förderverein
Schlagwörter:
Monitor, Monochrommonitor, Amber-Monitor, CRT, Kathodenstrahlröhre, Nixdorf, Bürocomputer, Bildschirmarbeitsplatz, Informationstechnik, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Mit einem Neupreis von etwa 1.800 DM gehörte der BA42 zur professionellen Büroausstattung und war deutlich teurer als Monitore für den Heimcomputerbereich. Zusammen mit einem Rechner der Nixdorf-8810-Serie dokumentiert er einen typischen Bildschirmarbeitsplatz deutscher Unternehmen und Verwaltungen der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
PC Nixdorf 8810 M55 mit umfangreichen Unterlagen, EGA Unterstützungsdiskette
Literatur / Vergleichsobjekte:
Nixdorf Computer AG – technische Handbücher und Produktkataloge
Vergleichsobjekte: IBM 5151 Monochrome Display, Hercules Monochrome Monitor
KI-Unterstützung

Nixdorf 8810 M55

#0003

Nixdorf 8810 M55 (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Personal Computer (PC)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Nixdorf Computer AG Paderborn (als OEM-Produkt von NCR Augsburg übernommen und angepasst)
Modell:
Nixdorf 8810 M55
Objektart:
Computertechnik / Personal Computer / Bürocomputer
Datierung:
1986-1989 , Exponat: 12.07.1988
Maße:
B/H/T ca. 56 × 18 × 43 cm
Gewicht:
15-20 kg je nach Ausstattung
Seriennummer / sonstige Nummern:
Modulnummer: 9716.02
Material / Technik:
Metallgehäuse mit Kunststofffront, 16-Bit-Hauptprozessor Intel-kompatibler 80286 mit 10 MHz Taktfrequenz, 640 KiB konventioneller Arbeitsspeicher, EGA-Grafiksystem, 43-MB-Festplatte (davon ca. 32 MB nutzbar, Laufwerkstyp 3), Diskettenlaufwerke 5¼ Zoll (1,2 MB) und 3½ Zoll (1,44 MB), ISA-Erweiterungsbus, serielle und parallele Schnittstellen, Netzbetrieb 220 V Wechselstrom. Auf dem Gerät ist MS-DOS 3.30 installiert (Auslieferung mit MS-DOS 3.20)
Beschreibung:
Personal Computer der zweiten Generation IBM-kompatibler Bürorechner aus der Produktreihe 8810 der Nixdorf Computer AG. Der PC wurde zur ORGA-Technik 1986 in Köln als einer der leistungsstärksten Geräte präsentiert. Er hatte eine eigene unterbrechungsfreie Notstromversorgung, konnte mittels Modem ferngeschaltet und zentral mit Software versorgt werden.
Ein EGA-Grafikadapter unterstützte die Darstellung von Texten und Grafiken auf Farbbildschirmen. Der Rechner verfügte über 640 KiB konventionellen Arbeitsspeicher, was dem unter MS-DOS üblichen Standard der späten 1980er-Jahre entsprach. Außerdem gab es eine Host-Anbindung sowie LAN-Kopplung.
Die Baureihe dokumentiert den Übergang von proprietären Bürocomputersystemen zu standardisierten IBM-PC-kompatiblen Architekturen. Nixdorf gehörte in den 1980er-Jahren zu den bedeutendsten europäischen Computerherstellern und setzte die 8810-Serie in zahlreichen gewerblichen Anwendungen ein. Da vergleichbare IBM-PC’s sehr teuer waren, lieferte Nixdorf damit eine günstigere Alternative.
Funktion/Einsatz:
Das Modell 8810 M55 war für den professionellen Einsatz in Unternehmen konzipiert. Das umfasste die Verarbeitung von Texten, Tabellen und Datenbanken, betriebswirtschaftliche Anwendungen, Kommunikation über serielle Schnittstellen sowie allgemeine Büro- und Verwaltungsaufgaben.
Der 8810 M55 konnte darüber hinaus mit zentralen Unternehmensrechnern kommunizieren, in lokale Computernetzwerke eingebunden werden und elektronische Informations- und Nachrichtendienste der 1980er-Jahre nutzen. Dazu gehörten Bildschirmtext (Btx), ein früher Online-Dienst der Deutschen Bundespost, sowie Teletex, ein System zur elektronischen Übermittlung von Geschäftsdokumenten. Diese Ausstattung verdeutlicht den Übergang von isolierten Einzelplatzrechnern zu vernetzten Informationssystemen.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, funktionsfähig / ursprünglicher Anschaffungspreis: 11.800 DM / heutiger Sammlerwert ca. 250 €
Provenienz:
Erwerb Förderverein
Schlagwörter:
Personal Computer, Nixdorf, 80286, IBM-PC, Bürocomputer, Informationstechnik, EGA, Festplatte, MS-DOS, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Die Kombination aus 5¼-Zoll- und 3½-Zoll-Diskettenlaufwerk kennzeichnet die Übergangsphase der Datenspeicherung in den späten 1980er-Jahren. Die nutzbare Festplattenkapazität von etwa 32 MB resultiert aus den technischen Beschränkungen früher BIOS-Versionen und Festplattenparameter. Der Rechner verwendet den ISA-Bus (Industry Standard Architecture), der in IBM-kompatiblen PCs der 1980er- und frühen 1990er-Jahre weit verbreitet war.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Monitor Nixdorf BA42 (Objekt #0004)
Originale Bedienungsanleitungen (Erste Schritte vom 01.11.1987) im Ordner, Heft: MS-DOS Kurzführer 1987, MS-DOS Installationshinweise im Schuber
Software: „Die ersten Schritte“ in 5 Sprachen 5,25″, „Nixdorf-PC-Kurs: MS-DOS“ auf 3x 5,25″ -Disc, Nixdorf „Master-Disc“ für DOS 3.20 auf 2x 5,25″, EGA-Unterstützungsdiskette, OS MS-DOS 3.20
Literatur / Vergleichsobjekte:
Nixdorf Computer AG – Produktkataloge und technische Handbücher
Zeitgenössische Handbücher zu MS-DOS und IBM-PC-kompatiblen Systemen
Sammlungen historischer Personal Computer in Technik- und Computermuseen
Vergleichsobjekte: IBM Personal Computer AT, Compaq Deskpro 286.
KI-Unterstützung
Nixdorf 8810 M55 mit Monitor BA42 (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)
Nixdorf 8810 M55 Einstieg (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)
MS-DOS für Nixdorf 8810 M55 (Bild: MEIK MuellerUJ Originalobjekt)

Konkret 100

#0006

Konkret 100 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Elektronischer Taschenrechner
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Röhrenwerk Mühlhausen im VEB Kombinat Mikroelektronik RFT DDR
Modell:
Konkret 100 grau
Objektart:
Rechentechnik / Taschenrechner / Konsumelektronik
Datierung:
1976 (Produktionsstart)
Originalobjekt 1982 (Verkaufsdatum: 25. Januar 1982)
Maße:
B/H/T ca. 8,6 x 2,2-4 x 16,5 cm
Gewicht:
ca. 280 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
Seriennummer: 66471
Material / Technik:
Graues Kunststoffgehäuse, integrierte Mikroelektronik mit Schaltkreis U821D, 8-stellige rote LED-Anzeige, Stromversorgung durch 4 × R6-Batterien (AA-Zellen 1,5V) oder externes Netzteil für 220 V Wechselstrom (4,6V/2,5W), Grundrechenarten, Kettenrechnung, Gleitkomma
Beschreibung:
Elektronischer Taschenrechner aus DDR-Produktion. Er gehört zu den frühen Taschenrechnern der DDR-Mikroelektronikproduktion. Die Stromversorgung erfolgte wahlweise über vier R6-Batterien oder ein externes Netzteil für 220 V Wechselstrom. Die leuchtstarke LED-Anzeige gewährleistete eine gute Ablesbarkeit der Rechenergebnisse, erforderte jedoch einen höheren Energieverbrauch als die später verbreiteten LCD-Anzeigen. Weiterentwicklungen waren die Modelle Konkret 200, 400 und 600. Diese höherpreisigen Modelle (1180-1600 M) waren vorzugsweise im betrieblichen Einsatz.
Funktion/Einsatz:
Das Gerät wurde für den Einsatz in Schule, Beruf und Haushalt entwickelt.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht mit sichtbaren Gebrauchsspuren, Einstiegspreis 1976: 900 Mark der DDR, später 337,30 M bis 235,- M zzgl. 20 M für das Netzteil
Provenienz:
VEB Chemiewerk Nünchritz (Spende Wacker Chemie, Abholung Förderverein)
Schlagwörter:
DDR, Taschenrechner, Mikroelektronik, Konsumelektronik, Rechentechnik, Bildungsgeschichte, Alltagsgeschichte, 1980er Jahre, 1970er Jahre
Bemerkungen:
Die rote LED-Anzeige ist charakteristisch für Taschenrechner der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Der Konkret 100 war Nachfolger der Minirex-Serie.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
OVP, Netzteil, Bedienungsanleitung (Druckvermerk 1981), Garantieschein
Literatur / Vergleichsobjekte:
Bedienungsanleitung KONKRET 100 (Druckvermerk 1981)
VEB Mikroelektronik „Wilhelm Pieck“ Mühlhausen – Produktunterlagen und Kataloge
Sammlungen historischer DDR-Taschenrechner und Rechentechnik
KI-Unterstützung
Bedienungsanleitung Konkret 100 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Konkret 100 Auszug BA (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Garantieschein Konkret 100 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

CPU – N80L286

#0048

N80L286 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalbild)
Objektbezeichnung:
16-Bit-Mikroprozessor
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Advanced Micro Devices (AMD)
Modell:
AMD N80L286
Objektart:
Elektronisches Bauelement / Mikroelektronik / Prozessor
Datierung:
1987-1990 (Grundarchitektur Intel 80286 ab 1982)
Maße:
ca. 2,5 × 2,5 × 0,4 cm im PLCC-Gehäuse (Plastic Leaded Chip Carrier)
Gewicht:
Ca. 5 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
N80L286-16/S
H 106YMCF
Lizenzproduktion kompatibel zum Intel 80286
Material / Technik:
Silizium-Halbleitertechnik, CMOS-/NMOS-Mikroelektronik, 16-Bit-Architektur, Taktfrequenz 16 MHz, kompatibel zur x86-Prozessorfamilie Intel 80286, integrierte Speicherverwaltung und Protected Mode
Beschreibung:
16-Bit-Mikroprozessor der x86-Familie aus der Produktion von Advanced Micro Devices (AMD). Der Prozessor basiert auf einer Lizenzfertigung des Intel-80286-Designs und wurde in IBM-kompatiblen Personalcomputern der späten 1980er-Jahre eingesetzt. Der N80L286 gehörte zur zweiten Generation der x86-Prozessorarchitektur und ermöglichte deutlich höhere Rechenleistungen als frühe 8-Bit- und 16-Bit-Systeme.
Charakteristisch für den 80286 und seine kompatiblen Varianten waren der sogenannte „Protected Mode“ zur Speicherverwaltung sowie die Fähigkeit, mehrere Megabyte Arbeitsspeicher zu adressieren. Prozessoren dieser Klasse wurden vor allem in professionellen Arbeitsplatzrechnern, Bürocomputern und industriellen Anwendungen verwendet. Das Objekt dokumentiert die rasante Entwicklung der Mikroprozessortechnik während der frühen PC-Ära sowie die Rolle von AMD als bedeutendem Zweitquellen- und Lizenzhersteller für Intel-Prozessoren.
Funktion:
Steuerung und Verarbeitung digitaler Daten in Personalcomputern, industriellen Steuerungen und professionellen Computersystemen.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht bzw. ungetestet / ursprünglicher Marktpreis mehrere hundert US-Dollar / heutiger Sammlerwert ca. 20–120 €
Provenienz:
Spende an Förderverein Freundeskreis der Industrieschule Chemnitz e. V.
Schlagwörter:
Mikroprozessor, x86, AMD, Intel 80286, Personal Computer, Mikroelektronik, Computertechnik, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Der AMD N80L286 entstand im Rahmen der damaligen Lizenzvereinbarungen zwischen Intel und AMD, die eine Zweitquellenproduktion von x86-Prozessoren ermöglichten. Obwohl die zugrunde liegende Intel-80286-Architektur bereits 1982 vorgestellt wurde, stammen Varianten mit 16 MHz meist aus den späten 1980er-Jahren.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Fachliteratur zu Mikroprozessoren
Literatur / Vergleichsobjekte:
Intel – technische Dokumentationen zum 80286
Advanced Micro Devices (AMD) – Prozessorhandbücher und Datenblätter
Computermuseen und Sammlungen historischer x86-Prozessoren
KI-Unterstützung
N80L286 Unterseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalbild)

Sinclair ZX 81

#0121

Sinclair ZX81 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
8-Bit Heimcomputer
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Sinclair Research (UK), Bau bei Timex Corp. in Dundee
Modell:
Sinclair ZX 81
Objektart:
Computertechnik / Heimcomputer / Mikrocomputer / Lern- und Spielcomputer
Datierung:
1984
Maße:
B/H/T ca. 17 × 4 × 17 cm
Gewicht:
Ca. 350 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
äußerlich nicht sichtbar
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse, Folientastatur, Zilog Z80A-Prozessor mit 3,25 MHz, 1 KB RAM, monochrome Bildausgabe über Fernseher, Datenspeicherung auf Audiokassette, Netzbetrieb über externes Netzteil, Zusatzspeicher 16 KB, Sprache Sinclair-BASIC
Beschreibung:
Kompakter Heimcomputer mit schwarzem Kunststoffgehäuse und charakteristischer Folientastatur. Der Sinclair ZX81 wurde 1981 als kostengünstiger Personal Computer für den privaten Gebrauch eingeführt und gilt als einer der erfolgreichsten europäischen Heimcomputer der frühen 1980er-Jahre. Das bis 1985 gebaute Gerät konnte an handelsübliche Fernsehgeräte angeschlossen werden und bot Programmierung in der Sprache BASIC. Programme und Daten wurden auf handelsüblichen Audiokassetten gespeichert. Der ZX81 gilt als erster wahrer Volkscomputer. und trug wesentlich zur Verbreitung der Heimcomputertechnik und der privaten Programmierkultur in Europa bei. Weltweit wurde ca. 1,5 Millionen Geräte abgesetzt.
Funktion:
Ausführung einfacher Computerprogramme, Heimprogrammierung, Lern- und Spielcomputer.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, funktionsfähig mit altersbedingten Gebrauchsspuren / ursprünglicher Verkaufspreis ca. 99,95 £ . Preis in D 1981: 398 DM, 1984: 149 DM, weiter über VOBIS: 99 DM, als Bausatz: 79 DM. heutiger Sammlerwert ca. 80–250 € je nach Zustand und Zubehör
Provenienz:
Erwerb durch Förderverein
Schlagwörter:
Heimcomputer, Mikrocomputer, Computertechnik, BASIC, Sinclair, 1980er Jahre, Informatikgeschichte, Videospiele, Lerncomputer, Spielcomputer, UK
Bemerkungen:
Der ZX81 wurde häufig als Bausatz oder Fertiggerät verkauft. In Deutschland erfolgte der Vertrieb unter anderem über Versandhäuser und Elektronikfachhandel.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
OVP, Bedienungsanleitungen, Buch Sinclair Basic, Netzanschlussleitung
Literatur / Vergleichsobjekte:
Sinclair Research – zeitgenössische Produktunterlagen
Computermuseum-Sammlungen und Vergleichsobjekte früher Heimcomputer
Fachliteratur zur Geschichte europäischer Heimcomputer der 1980er-Jahre
KI-Unterstützung
Sinclair ZX81 Anschlüsse (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Originalbuch ZX81-BASIC (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Sinclair Garantiekarte (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

CPU – MME U830Cm

#0046

U830Cm U5 MME
U830Cm U5 MME (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
8-Bit-Mikroprozessor
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt
Modell:
U830Cm U5 MME
Objektart:
Elektronisches Bauelement / Mikroelektronik / Prozessor
Datierung:
1980
Maße:
ca. 5 × 2 × 0,5 cm (DIP-Gehäuse)
Gewicht:
Ca. 10 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
U830Cm U5 MME DDR
Produktions- und Chargencode: 43014E
Material / Technik:
Silizium-Halbleitertechnik, MOS-Technologie, Dual-Inline-Package (DIP-40), 8-Bit-Architektur, kompatibel zur Prozessorfamilie Zilog Z80
Beschreibung:
8-Bit-Mikroprozessor aus DDR-Produktion im schwarzen Kunststoff-DIP-Gehäuse mit 40 Anschlusskontakten. Der Prozessor U830C gehört zu den wichtigsten Mikroprozessoren der DDR-Computertechnik der frühen 1980er-Jahre. Er wurde in zahlreichen Computern, Lernsystemen, Industrieanlagen und Automatisierungssystemen der DDR eingesetzt. Die Entwicklung solcher Mikroprozessoren war Teil des staatlichen Mikroelektronikprogramms zur technologischen Eigenständigkeit innerhalb des Ostblocks. Der Prozessor fand unter anderem Verwendung in Heim- und Bildungscomputern wie dem Poly-880 sowie in verschiedenen industriellen Steuerungs- und Rechensystemen. Das Objekt dokumentiert die Leistungsfähigkeit und zugleich die technologischen Grenzen der DDR-Halbleiterindustrie während des Kalten Krieges.
Funktion:
Steuerung und Verarbeitung digitaler Daten in Mikrocomputern, Rechentechnik und elektronischen Steueranlagen.
Zustand / Preis /Wert:
unbenutzt, funktionsfähig nicht geprüft / ursprünglicher DDR-Industriepreis unbekannt / heutiger Sammlerwert ca. 20–80 €
Provenienz:
Spende an Förderverein Freundeskreis der Industrieschule Chemnitz e. V.
Schlagwörter:
DDR, Mikroelektronik, Mikroprozessor, Computertechnik, Halbleitertechnik, Z80-Kompatibilität, U830, Rechentechnik, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Die Bezeichnung „U830“ verweist auf einen in der DDR gefertigten, zum Zilog Z80 kompatiblen Mikroprozessor.
U830 = Grundtyp des Prozessors
C = überarbeitete bzw. schnellere Version des U830
m = Variantenkennzeichnung (Gehäuse-/Selektions- oder Produktionsvariante)
U5 = zusätzliche Fertigungs- oder Qualitätskennzeichnung
asse
MME = Herstellerverbund Mikroelektronik Erfurt
DDR = Herkunftsland Deutsche Demokratische Republik
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Fachliteratur zu Mikroprozessoren
Literatur / Vergleichsobjekte:
VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ Erfurt – technische Unterlagen und Datenblätter
Computermuseen und Sammlungen zur DDR-Mikroelektronik
Fachliteratur zur Halbleiter- und Computertechnik der DDR
KI-Unterstützung
U830Cm U5 MME Unterseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalbild)

Poly-880

#0122

Poly-880 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Bildungscomputer / Lerncomputer
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Polytechnik Karl-Marx-Stadt
Modell:
Poly-880
Objektart:
Computertechnik / Lerncomputer / Mikrocomputer
Datierung:
1985
Maße:
B/H/T ca. 34 × 8 × 24 cm
Gewicht:
Ca. 3 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
modellabhängig, rückseitiges Typenschild
Material / Technik:
Kunststoff- und Metallgehäuse, Mikroprozessortechnik auf Basis des U880-Prozessors (Z80-kompatibel), mechanische Tastatur mit Kunststofftasten, LED- bzw. Segmentanzeigen, Anschlussmöglichkeiten für Kassettenrekorder und Fernseher, Netzbetrieb
Beschreibung:
Bildungs- und Lerncomputer aus der DDR mit integrierter mechanischer Tastatur und modular aufgebauter Mikropro­zessortechnik. Der Poly-880 wurde Mitte der 1980er-Jahre entwickelt und  im schulischen Bereich, in Pionier­häusern sowie Technik-AG‘s zur Vermittlung grundlegender Kenntnisse der Mikroprozessortechnik eingesetzt.
Funktion:
Vermittlung von Grundlagen der Programmierung und Mikroprozessortechnik; Ausführung einfacher Computerprogramme und Lernanwendungen.
Zustand / Preis /Wert:
funktionsfähig mit altersbedingten Gebrauchsspuren / ursprünglicher Verkaufspreis ca. 2.500–3.000 Mark der DDR / heutiger Sammlerwert ca. 150–500 € je nach Erhaltungszustand und Zubehör
Provenienz:
Spende Andreas Richter (Freiberg)
Schlagwörter:
DDR, Mikrocomputer, Bildungscomputer, Lerncomputer, Polytechnik, Rechentechnik, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Die Bezeichnung „880“ verweist auf den verwendeten U880-Mikroprozessor.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Originale Bedienungsanleitungen, Koffer schwarz, Netzanschlussleitung, Anschlusskabel zu Geracord, externe Schaltung mit LED’s, sonstige Dokumente
Literatur / Vergleichsobjekte:
VEB Polytechnik Karl-Marx-Stadt – zeitgenössische Lehr- und Bedienunterlagen
Computermuseen und Sammlungen zur DDR-Computertechnik
Fachliteratur zur Mikroelektronik und Computertechnik der DDR
KI-Unterstützung
Poly-880 im Koffer (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)