SER2B -Einadressrechner

#0131

Objektbezeichnung:
Programmgesteuerter elektronischer Kleinrechner
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Entwicklung:
VEB Elektronische Rechenmaschinen Karl-Marx-Stadt (ELREMA)
Produktion:
VEB Rechenelektronik Zella-Mehlis
Modell:
SER 2b – Serieller Einadress-Rechner mit Cellatron SE5 /A
Objektart:
Computertechnik / Elektronischer Kleinrechner / Programmgesteuerter Rechner
Datierung:
1964 (Entwicklung SER-Reihe 1961)
Maße:
Gewicht:
Seriennummer / sonstige Nummern:
90
Material / Technik:
Metallgehäuse, elektronische Baugruppen mit Transistoren und Dioden, Magnettrommelspeicher, elektrische Schreibmaschine als Ein-/Ausgabegerät, Lochbandabtaster.
Der Rechner arbeitet vollständig transistorisiert. Als Arbeitsspeicher dient eine rotierende Magnettrommel. Beim SER2B besaß diese 16 Spuren mit jeweils 16 Sektoren zu 48 Bit. Daraus ergab sich eine Speicherkapazität von 1536 Byte. Die Trommel drehte sich mit etwa 3000 U/min.
Beschreibung:
Der SER2B war ein früher programmgesteuerter Kleinrechner der DDR und eine Weiterentwicklung des SER2A. Äußerlich war er diesem weitgehend ähnlich, verfügte jedoch über eine doppelte Speicherkapazität und eine doppelte Rechengeschwindigkeit.

Die Ein- und Ausgabe erfolgte über ein elektrisches Schreibwerk (Cellatron) SE5A. Programme wurden über Lochstreifen eingegeben. Beim SER2B konnten auch Operanden über Lochstreifen zugeführt werden. Eine Verarbeitung von Buchstaben bzw. alphanumerischen Zeichen war nicht möglich.

Der SER2B arbeitete nach dem Prinzip eines programmgesteuerten Einadressrechners. Das Programm wurde im Speicher abgelegt und anschließend Befehl für Befehl abgearbeitet.

Der Befehlsvorrat war mit insgesamt 18 Befehlen vergleichsweise klein:
8 Befehle für die Arithmetik
2 Sprungbefehle
3 Ein-/Ausgabebefehle
2 Transportbefehle
3 Befehle zur Druckersteuerung

Damit konnten trotz des kleinen Befehlsumfangs bereits anspruchsvolle Rechenprogramme erstellt werden.
Funktion:
Die Rechenoperationen waren weitgehend elektronisch fest verdrahtet. Der Rechner beherrschte die vier Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Die Struktur der Rechenabläufe orientierte sich noch deutlich an den zuvor üblichen mechanischen und elektromechanischen Rechenmaschinen.

Der Rechner war für wirtschaftliche, technische und wissenschaftliche Berechnungen vorgesehen. Er konnte beispielsweise für Lohnberechnungen, Verwaltungsaufgaben sowie umfangreichere wissenschaftliche Rechenaufgaben eingesetzt werden.
Zustand / Preis /Wert:
Vollständig
Provenienz:
MBN Naunhof, Förderverein FK ISC
Schlagwörter:
SER 2b, SER2b, Einadressrechner, ELREMA, Karl-Marx-Stadt, Zella-Mehlis, DDR, Transistorrechner, Magnettrommelspeicher, Kleinrechner, Computer, elektronische Datenverarbeitung, 1960er Jahre
Bemerkungen:
Der SER2B ist ein besonders wichtiges Zeugnis für den Übergang von der mechanischen und elektromechanischen Rechentechnik zur elektronischen Datenverarbeitung in der DDR.

Mit dem SER2 wurde ein vollständig transistorisierter, programmgesteuerter Kleinrechner in Serie gefertigt. Damit konnten Rechenaufgaben, die zuvor mit mechanischen Buchungs- und Rechenmaschinen durchgeführt wurden, zunehmend elektronisch und programmgestützt bearbeitet werden.

Bemerkenswert ist die enge Verbindung zwischen der älteren Rechentechnik und der neuen Elektronik: Die Arbeitsweise und Befehlsstruktur orientierten sich noch an den Abläufen mechanischer Vierspezies-Rechenmaschinen, während Speicher, Steuerung und Rechenwerk bereits elektronisch mit Transistoren realisiert waren.

Der SER2B zeigt damit sehr anschaulich eine Übergangsstufe in der Computergeschichte: Er war bereits ein programmierbarer Computer, besaß aber noch eine Bedien- und Rechenstruktur, die stark von der klassischen Büromaschinenwelt geprägt war.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Befehlsliste, Werbematerial, Bedienungshilfen
Literatur / Vergleichsobjekte:
Zeitschriftenreihe „Neue Technik im Büro“ 11/1961 (ein neuer Elektronischer Kleinrechner) bis 06/1966 (Kleinrechner setzen sich durch)
Jacobs/Tumma „Von Mercedes zu Robotron“, Heinrich Jung-Vertragsgesellschaft
Zella Mehlis 2006
Unterlagen zum Symposium „Informatik in der DDR-eine Bilanz“, zu erreichen unter http://www.foerderverein-tsd.de/
Handbuch Kleinrechenautomat Cellatron SER2, Büromaschinenwerke Zella-Mehlis
Bedienungsanleitung Kleinrechenautomat SER2
Bedienungsanleitung Kleinrechenautomat SER2b
Vergleichsobjekte: Cellatron SER2A, SER2C, SER2D
KI-Unterstützung
SER2B Typenschild (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
SER2B Bedienpult und Schreibwerk (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
SER2B Platinen des Rechners (Bild: MEIK RichterA Originalobjekt)
SER2B Trommelspeicher (Bild: MEIK RichterA Originalobjekt)
SER2B Befehlsliste (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Walther ETR21S

#0010

ETR21S (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Elektronischer Tischrechner
Hersteller / Marke / Herstellungsort
ursprünglich Carl Walther GmbH Ulm
(früher Zella-Mehlis)
Walther Büromaschinen GmbH Gerstetten
Modell:
Walther ETR21S
Objektart:
Rechentechnik / Büromaschine / Elektronischer Tischrechner
Datierung:
1972 (Produktion und Markteinführung)
Maße:
27,0 × 21,0 × 9,5 cm (L × B × H)
Gewicht:
ca. 1,84 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
2250578 / 5003585
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse, elektronische Schaltungstechnik auf Basis integrierter Schaltkreise, Panaplex-Gasplasmaanzeige von Burroughs, Netzbetrieb 220 V Wechselstrom. Ein- und Ausgabe jeweils 12-stellig, Rechenkapazität 14 Stellen.
Beschreibung:
Als elektronischer Tischrechner der frühen 1970er-Jahre gehört dieser zur ETR-Baureihe der Walther Büromaschinen GmbH. Das Gerät repräsentiert den Übergang von mechanischen und elektromechanischen Rechenmaschinen zu vollelektronischen Bürorechnern. Die kompakte Bauweise und die digitale Anzeige ermöglichten eine deutlich schnellere und geräuschlose Arbeitsweise gegenüber den bis dahin üblichen Rechenmaschinen.

Besonders charakteristisch ist die Panaplex-Anzeige des US-amerikanischen Herstellers Burroughs. Diese Gasplasma-Anzeigetechnik erzeugt leuchtend orangefarbene Ziffern und stellt eine wichtige Entwicklungsstufe zwischen Nixie-Röhren und späteren LED- und LCD-Anzeigen dar.
Funktion:
Elektronische Durchführung der vier Grundrechenarten sowie kaufmännischer Berechnungen mit Konstanten-, Prozent-, Rundungs- und Speicherfunktionen.
Weitere Zusatzfunktionen wie Kalkulationsautomatik, Kommaautomatik für Fließ- und Festkomma, einstellbare kaufmännische Rundung (5/4-Rundung) sowie ein saldierendes Speicherwerk zur Speicherung von Ergebnissen und Operanden sowie eine automatische Einschaltlöschung erleichterte die tägliche Bedienung.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, funktionsfähig, Neupreis 1973: ca. 899 DM, heutiger Sammlerwert im vorliegenden Zustand bis max. 150 €
Provenienz:
MBN Naunhof
Schlagwörter:
Walther, ETR21S, Tischrechner, Elektronischer Rechner, Bürotechnik, Panaplex, Gasplasmaanzeige, Rechentechnik, Informationstechnik, 1970er Jahre
Bemerkungen:
Der Walther ETR21S als früher elektronischer Tischrechner deutscher Produktion dokumentiert den tiefgreifenden Technologiewandel in der Bürotechnik der frühen 1970er-Jahre, als elektronische Rechner die mechanischen Rechenmaschinen zunehmend verdrängten.
Die Verwendung einer Panaplex-Anzeige sowie die umfangreichen kaufmännischen Funktionen machen das Gerät zu einem repräsentativen Beispiel der ersten Generation integrierter elektronischer Bürorechner.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Gerätekabel
Literatur / Vergleichsobjekte:
Historische Produktkataloge der Walther Büromaschinen GmbH und Sammlungen elektronischer Rechentechnik (z. B. ISER – Informatik-Sammlung Erlangen)
KI-Unterstützung
Walther ETR2, Walther ETR22
Sharp Compet CS-16A
Canon Canola 1200
ETR21S (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
ETR21S Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
ETR21S Gerätenummern (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Siemens SX1

#0127

Siemens SX1 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Smartphone / Mobiltelefon
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Siemens Mobile (Made in Germany)
Modell:
Siemens SX1
Objektart:
Kommunikationstechnik / Mobiltelefon / Smartphone
Datierung:
2004 (Vorstellung 02/2003, Markteinführung 12/2003, Einstellung 2005)
Maße:
109 x 56 x 19 mm
Gewicht:
119 g (ohne Akku 93 g)
Seriennummer / sonstige Nummern:
352079 00 089795 7 (S30880-S6500-RD)
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse, TFT-Farbdisplay mit 65.536 Farben und einer Auflösung von 176 × 220 Pixeln, Betriebssystem Symbian OS 6.1 mit Series-60-Benutzeroberfläche, Prozessor TI OMAP 310 (ARM9, 120 MHz), 16 MB interner Speicher (davon ca. 4 MB frei nutzbar), Erweiterung mittels MMC-Speicherkarte, integrierte VGA-Kamera, Bluetooth, Infrarot-Schnittstelle, USB-Anschluss, GPRS, Triband-GSM (900/1800/1900 MHz), Lithium-Polymer-Akku mit 1.000 mAh.
Beschreibung:
Das Siemens SX1 war das erste Smartphone des Herstellers Siemens Mobile und zählt zu den technisch und gestalterisch innovativsten Mobiltelefonen der frühen 2000er-Jahre. Basierend auf dem Betriebssystem Symbian war es das erste Nicht-Nokia-Gerät mit der Nokia-Softwareplattform Series 60. Dadurch konnten zusätzliche Programme und Spiele installiert werden, womit das SX1 bereits wesentliche Eigenschaften moderner Smartphones besaß. Charakteristisch ist die ungewöhnliche Anordnung der numerischen Tasten links und rechts neben dem Display. Diese Konstruktion ermöglichte ein größeres, zentral angeordnetes Farbdisplay bei gleichzeitig kompakten Geräteabmessungen. Das Design unterschied sich deutlich von zeitgenössischen Mobiltelefonen und gilt als eines der markantesten Handy-Designs der 2000er-Jahre. Das Gerät verfügte bereits über Funktionen, die seiner Zeit voraus waren: integrierter MP3-Player, UKW-Radio, Videoaufzeichnung, Bluetooth, Speicherkartenerweiterung sowie die Möglichkeit, Anwendungen nachzuinstallieren und Daten drahtlos zu synchronisieren. Multitasking erlaubte beispielsweise das Musikhören während der Nutzung anderer Anwendungen.
Funktion:
Mobiltelefonie, Kurzmitteilungen, E-Mail, Termin- und Kontaktverwaltung, Multimediawiedergabe, Fotografie, Videoaufzeichnung, mobile Anwendungen und drahtlose Datenkommunikation.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, Funktionszustand akkuabhängig / Einführungspreis ca. 700–750 US-Dollar / heutiger Sammlerwert ca. 50–250 € je nach Zustand, Zubehör und Funktionsfähigkeit.
Provenienz:
Industrieschule Chemnitz
Schlagwörter:
Siemens, SX1, Smartphone, Symbian, Series 60, Mobiltelefon, Multimedia, Bluetooth, Mobilfunkgeschichte, Digitale Kommunikation, 2000er Jahre
Bemerkungen:
Das Siemens SX1 entstand in einer Übergangsphase vom klassischen Mobiltelefon zum Smartphone. Viele seiner Funktionen – installierbare Apps, Multitasking, Multimediawiedergabe, Speicherkartenerweiterung und drahtlose Datenübertragung – gehören heute zur Standardausstattung moderner Smartphones. Trotz seiner innovativen Technik blieb der kommerzielle Erfolg hinter den Erwartungen zurück, wodurch das SX1 heute als bedeutendes und ungewöhnliches Zeugnis der frühen Smartphone-Geschichte gilt.

Zusammenfassung der Innovationen:
– Erstes Smartphone von Siemens
– Erstes Nicht-Nokia-Smartphone mit Symbian OS und Series-60-Plattform
– Unkonventionelle seitliche Tastaturanordnung mit großem Zentraldisplay
– Einer der ersten Mobiltelefone mit integriertem MP3-Player und UKW-Radio auf der Series-60-Plattform
– Unterstützung installierbarer Anwendungen und Spiele (Smartphone-Konzept)
– Erweiterbarer Speicher mittels MMC-Karten
– Multitasking-Betriebssystem mit drahtloser Synchronisation und Datenübertragung.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
OVP, Akku, Netzteil, Kopfhörer, Bedienungsanleitungen (Deutsch und Englisch), EULA Microsoft Pocket Software 2003, Prospekt Siemens Mobile „Entertainment at its best“ (Zubehörbeschreibung)
Literatur / Vergleichsobjekte:
Nokia 6600, Nokia 7650, Nokia N-Gage
Fachliteratur zur Geschichte des Mobilfunks und der frühen Smartphone-Entwicklung
Mobile Phone Museum
KI-Unterstützung
Siemens SX1 oben Cam/Antenne (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Siemens SX1 Infrarot links oben (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Siemens SX1 Push-to-Talk/Schnappschuss (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Siemens SX1 Wechselakku (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Siemens SX1 Zubehörbeschreibung (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Siemens SX1 Bedienungsanleitung (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Schickardsche Rechenmaschine

#0126

Schickardsche Rechenuhr Nachbau (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Mechanische Rechenmaschine (Schickardsche Rechenuhr)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Wilhelm Schickard, Tübingen, Herzogtum Württemberg
Nachbau als lasergeschnittene Rekonstruktion der ersten Rechenmaschine: Andreas Richter (Freiberg) nach Jürgen Weigert (Nürnberg)
Modell:
Schickardsche Rechenuhr (-maschine)
Objektart:
Rechentechnik / Mechanische Rechenmaschine / Wissenschaftliches Instrument
Datierung:
1623 (Nachbau 2025 nach Vorlage J. Weigert 2018)
Maße:
Originalmaße nicht überliefert;
rekonstruierter Nachbau HxBxT ca. 34 × 33-39 × 7,5 – 21 cm
Gewicht:
1430 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
Keine; Einzelanfertigung nach Entwurf von 1623
Material / Technik:
Holzgehäuse (Birkensperrholz 3.2 mm) mit mechanischen Zahnrädern und Walzen, Zahlenräder, Übertragungsmechanismus für Zehnerüberträge, Napier’sche Rechenstäbe zur Unterstützung von Multiplikation und Division.
Beschreibung:
Die Schickardsche Rechenuhr gilt als die älteste bekannte mechanische Rechenmaschine der Geschichte. Sie wurde 1623 von dem württembergischen Gelehrten Wilhelm Schickard entwickelt und in einem Briefwechsel mit dem Astronomen Johannes Kepler beschrieben. Das Gerät vereinte ein mechanisches Addier- und Subtraktionswerk mit Napier’schen Rechenstäben zur Durchführung von Multiplikationen und Divisionen.
Die Maschine war in der Lage, mehrstellige Zahlen automatisch zu addieren und zu subtrahieren und besaß einen Mechanismus für den Zehnerübertrag zwischen den Rechenstellen. Damit nahm sie wesentliche Konstruktionsmerkmale späterer mechanischer Rechenmaschinen vorweg.
Ein für Johannes Kepler bestimmtes Exemplar wurde während des Baus vermutlich durch einen Brand zerstört. Die Originalmaschine ist nicht erhalten. Erst im 20. Jahrhundert konnte die Konstruktion anhand der überlieferten Zeichnungen und Briefe rekonstruiert werden.
Die Schickardsche Rechenuhr markiert den Beginn der mechanisierten Rechentechnik und stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung von Rechenmaschinen und Computern dar.
Funktion:
Mechanische Durchführung von Additionen und Subtraktionen sowie Unterstützung von Multiplikationen und Divisionen mittels Napier’scher Rechenstäbe.
Zustand / Preis /Wert:
Das Original ist nicht erhalten. Museale Rekonstruktionen und Nachbauten besitzen je nach Ausführung einen Wert von etwa 500–5.000 €.
Provenienz:
Originalkonstruktion von Wilhelm Schickard, Tübingen, 1623; heute ausschließlich durch historische Quellen und Rekonstruktionen überliefert.
Schlagwörter:
Wilhelm Schickard, Rechenuhr, Rechenmaschine, Mechanik, Mathematikgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Computergeschichte, Analogrechner, 17. Jahrhundert
Bemerkungen:
Die Schickardsche Rechenuhr entstand rund zwanzig Jahre vor der Rechenmaschine von Blaise Pascal und gilt heute als der früheste bekannte Vorläufer mechanischer Rechenmaschinen. Ihre Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert führte zu einer Neubewertung der Anfänge der Computer- und Rechentechnikgeschichte.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Bauanleitung, Infomaterial, Ersatzteile
Literatur / Vergleichsobjekte:
Johannes Kepler – Briefwechsel mit Wilhelm Schickard
Pascaline 1642 (galt ursprünglich als älteste Rechenmaschine, Blaise Pascal)
Staffelwalzenmaschine von Gottfried Wilhelm Leibniz
Wilhelm Schickards Tübinger Rechenmaschine von 1623 von
Bruno Baron von Freytag gen. Löringhoff. ISBN 978-3-941818-47-7
https://www.tuebingen.de/1520.html#/1991
Fachliteratur zur Geschichte der Rechentechnik und historischen Wissenschaftsinstrumenten
„Vom Kerbholz zur Curta“ von Jan Meyer
Beschreibung in https://www.thingiverse.com/thing:3451695
KI-Unterstützung
Schickardsche Rechenuhr Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Addierwerk Einzelstelle (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Addierwerk (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Rechenstäbe v. Napier (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr über 500 Einzelteile (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Lasercut (Bild: RichterA Originalobjekt)
Schickardsche Rechenuhr Endmontage (Bild:RichterA Originalobjekt)

Macintosh SE 1/20

#0009

Macintosh SE 1/20 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Personal Computer (Heim- und Bürocomputer)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Apple Inc., Cupertino, Kalifornien, USA
Vertrieb in D: Apple Computer GmbH München
Modell:
Macintosh SE 1/20 (Grundmodell: Macintosh SE), Studentenversion
Objektart:
Computertechnik / Personal Computer / Arbeitsplatzrechner / Heimcomputer
Datierung:
1988 (Baueihe: 1987 – 1990)
Maße:
B/H/T ca. 24,5 × 34,5 × 27,5 cm
Gewicht:
ca. 7,7 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse in Beige (Platinum), integrierter 9-Zoll-Monochrommonitor (512 × 342 Pixel), Prozessor Motorola 68000 mit 8 MHz, 1 MB Arbeitsspeicher, interne Festplatte mit 20 MB Kapazität, 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk (800 KiB), Maus- und Tastaturanschluss, Netzbetrieb 220–240 V Wechselstrom, 100 W.
Beschreibung:
Kompakter Personal Computer der Macintosh-Baureihe von Apple mit integriertem Bildschirm und eingebautem Massenspeicher. Das Modell Macintosh SE/20 basiert auf dem 1987 eingeführten Macintosh SE und verfügt über eine interne Festplatte mit einer Kapazität von 20 Megabyte. Die Bezeichnung „SE/20“ wurde häufig verwendet, um die Variante mit eingebauter 20-MB-Festplatte vom Standardmodell ohne Festplatte zu unterscheiden.
Der Rechner besitzt einen 9-Zoll-Monochrommonitor, eine grafische Benutzeroberfläche und wird über eine Ein-Tasten-Maus und spezielle Apple-Tastatur bedient. Die kompakte Bauweise mit Bildschirm, Laufwerk und Rechner in einem Gehäuse war charakteristisch für die frühen Macintosh-Computer.
Der Macintosh SE zählt zu den prägenden Computern der späten 1980er-Jahre und dokumentiert die zunehmende Verbreitung grafischer Benutzeroberflächen sowie die Etablierung des Personal Computers als universelles Arbeitsgerät in Büro, Bildung und Kreativwirtschaft.
Funktion:
Ausführung von Anwendungsprogrammen besonders für Textverarbeitung, Grafik, Desktop Publishing, Datenverwaltung und Kommunikation.
Das System eignete sich besonders für den Büroeinsatz bzw. HomeOffice.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, Funktion vorhanden, Lesefehler beim Start / ursprünglicher Verkaufspreis in Deutschland je nach Ausstattung ca. 5.000–6.000 DM / Studentenversion 1200 €, heutiger Sammlerwert ca. 150–500 € je nach Erhaltungszustand, Zubehör und Funktionsfähigkeit.
Provenienz:
Bereitstellung und Reparatur Volker Pankalla (ISC)
Schlagwörter:
Macintosh, Apple, Personal Computer, Mikrocomputer, Desktop Publishing, Grafische Benutzeroberfläche, Motorola 68000, Monochrommonitor, Computergeschichte, 1980er Jahre
Bemerkungen:
Der Macintosh SE war der erste kompakte Macintosh mit internem Erweiterungssteckplatz und einer standardmäßig vorgesehenen Festplattenoption. Die Kombination aus grafischer Benutzeroberfläche, Mausbedienung und integrierter Bauweise machte das Gerät zu einem Meilenstein der Personal-Computer-Geschichte. Zusammen mit Druckern wie dem Apple LaserWriter und Layoutprogrammen wie Aldus PageMaker trug der Macintosh SE maßgeblich zur Verbreitung des Desktop Publishing bei.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Apple-Tastatur, -Maus, Installations-Kurzanleitung, Macintosh Information Addendum, MacSE-Packliste, Macintosh System Software Aktualisierung, Macintosh Referenzkarte, Apple Garantieblatt, Apple Software-Lizenzvertrag
Literatur / Vergleichsobjekte:
Macintosh Plus
Macintosh Classic
IBM Personal System/2 Model 30
Zeitgenössische Apple-Handbücher und Fachliteratur zur Geschichte des Personal Computers
KI-Unterstützung
Macintosh SE 1/20 – Systemlesefehler (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Apple-Tastatur für Macintosh SE 1/20 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Apple Eintastenmaus (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Kurzanleitung Macintosh SE (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Macintosh Referenzkarte Auszug (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

REISS, System Darmstadt 16 cm

#0008

Rechenschieber REISS, System Darmstadt 16 cm (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Rechenschieber
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Meß- und Zeichengerätebau Bad Liebenwerda, Betrieb im VEB Kombinat Zentronik (später VEB Robotron-Elektronik und Zeichentechnik Bad Liebenwerda) DDR
Modell:
REISS System/Modell Darmstadt 16 cm
Objektart:
Rechentechnik / Analoges Rechenhilfsmittel / Lehrmittel
Datierung:
Fertigung ab 1960, Exponat ca. 1970
Maße:
L/B/ H: 16 x 4,3 x 0,4 cm
Gewicht:
30 g
Seriennummer / sonstige Nummern:
REISS DDR
Material / Technik:
Kunststoff (meist weißes Polystyrol), logarithmische Rechenskalen, verschiebbarer Mittelsteg, transparenter Läufer mit Haarlinie.
Beschreibung:
Das Modell diente zur Durchführung mathematischer Berechnungen ohne elektrische Energie. Mithilfe logarithmischer Skalen konnten Multiplikationen, Divisionen, Potenzen, Wurzeln sowie trigonometrische Funktionen näherungsweise bestimmt werden.
Der Typ „Darmstadt“ gehört zu den weltweit verbreiteten Standardformen wissenschaftlicher Rechenschieber. Die 16-cm-Ausführung war besonders für den schulischen Unterricht, technische Zeichner, Studenten sowie Ingenieure geeignet. Vor der Verbreitung elektronischer Taschenrechner stellte der Rechenschieber eines der wichtigsten Hilfsmittel für technische und naturwissenschaftliche Berechnungen dar.
Das Objekt dokumentiert eine Epoche der Rechentechnik, in der mathematische Aufgaben mechanisch-analog gelöst wurden und das Verständnis logarithmischer Zusammenhänge Voraussetzung für die praktische Nutzung war.
Funktion:
Analoge Durchführung mathematischer Berechnungen wie Multiplikation, Division, Potenzierung, Wurzelziehung und trigonometrische Berechnungen.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, Erhaltungszustand objektspezifisch / ursprünglicher Verkaufspreis wenige Mark der DDR / heutiger Sammlerwert ca. 10–40 € je nach Zustand und Vollständigkeit.
Provenienz:
Spende Sabine Morgner (Chemnitz)
Schlagwörter:
Rechenschieber, Reiss; Darmstadt, DDR, Mathematikunterricht, Ingenieurwesen, Analogrechner, Rechentechnik, Rechenhilfe, Lehrmittel
Bemerkungen:
Rechenschieber des Typs „Darmstadt“ gehörten bis in die 1970er- und frühen 1980er-Jahre zur Standardausrüstung von Ingenieuren, Technikern und Studenten. Erst die Verbreitung preiswerter wissenschaftlicher Taschenrechner führte zu ihrem weitgehenden Verschwinden aus Ausbildung und Berufspraxis.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Kunstlederhülle
Literatur / Vergleichsobjekte:
VEB Mantissa Reiss – Kataloge und Bedienungsanleitungen
Faber-Castell Darmstadt
Nestler Darmstadt
Sammlungen historischer Rechenhilfsmittel und mathematischer Instrumente.
KI-Unterstützung
Hülle REISS, System Darmstadt 16 cm (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Rückseite REISS, System Darmstadt 16 cm (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

RSM1

#0104

RSM1 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Ruf- und Signalmaschine
Hersteller / Marke / Herstellungsort
VEB Fernmeldewerk Arnstadt (DDR, Vertrieb RFT)
VEB Elektromotorenwerk Hartha (Motor/Generator, DDR, VEM)
Modell:
RSM1
Objektart:
Fernmeldetechnik / Nachrichtentechnik / Vermittlungstechnik
Datierung:
1962 (Produktion der Geräte zwischen 1960 – 1970)
Maße:
B/H/T 38,5 x 20 x 27,5
Gewicht:
ca. 20 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
RSM 15VA GWN – 2133.009-21002Sp / Fabr.-Nr. 00107 (Maschine)
RSM 119 65 6665 55/34788 (Motor/Generator)
Material / Technik:
Metallgehäuse, Elektromotor, Generator, Nocken- und Schaltwerk, elektromechanische Signaltechnik, Gleich- und Wechselstromtechnik, Einsatz in Fernsprechvermittlungsanlagen.
Besonders auf der Rückseite der RSM1 sieht man mehrere Komponenten:
Antriebsmotor, das mechanische Nockenwerk zur Erzeugung der Ruf- und Hörzeichen (mechanisch programmiert) sowie der Relaisblock (RFT) zur Steuerung der Signalabläufe.
Die Signale des Telefonnetzes wurden vollständig elektromechanisch erzeugt – ohne elektronische Schaltungen oder Halbleiter.
Beschreibung:
Die RSM 1 (Ruf- und Signalmaschine) ist ein elektromechanischer Signalgeber für Fernsprechvermittlungsanlagen. Der Hersteller VEB Fernmeldewerk Arnstadt war ein bedeutender Betrieb der DDR-Nachrichtentechnik, der sich auf Telefon- und Vermittlungstechnik spezialisierte. Die Maschine musste die für den Telefonbetrieb notwendigen Ruf- und Hörsignale zu erzeugen. Dazu gehörten die Rufwechselspannung für das Läuten der Telefonapparate sowie die charakteristischen Hörzeichen wie Wählton, Freiton und Besetztzeichen.
In elektromechanischen Vermittlungsstellen stellte die Ruf- und Signalmaschine eine zentrale Betriebseinrichtung dar; ihr Ausfall konnte die Funktion der gesamten Vermittlungsstelle beeinträchtigen.
Technisch arbeitet die RSM als Motor-Generator-Umformer. Ein Elektromotor treibt über eine gemeinsame Welle Generatoren und Schaltwerke an, die die erforderlichen Frequenzen und Taktfolgen erzeugen.
Typisch waren Rufspannungen von 55-75V bei ca. 25 Hz für die Anrufsignalisierung sowie Hörtonfrequenzen um 450 Hz für die akustischen Vermittlungssignale. Für die Bereitstellung von Steuer- und Zeitkontakten hatte die Maschine 15VA Leistung und 60V Versorgungsspannung.
Die RSM 1 dokumentiert eine wichtige Epoche der Fernmeldetechnik, in der akustische Telefonsignale noch vollständig elektromechanisch erzeugt wurden. Erst mit der Einführung elektronischer Vermittlungstechnik wurden solche Maschinen durch elektronische Tongeneratoren ersetzt.
Funktion:
Erzeugung der Rufspannung für Telefonapparate sowie der akustischen Vermittlungssignale (Wählton, Freiton, Besetztton und weitere Betriebszeichen) in Fernsprechvermittlungsanlagen.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, nicht geprüft, ursprünglicher Einsatz in Chemnitz, Sammlerwert je nach Zustand und Vollständigkeit ca. 50–200 €
Provenienz:
EDV-Amt Stadt Chemnitz
Schlagwörter:
Fernmeldetechnik, Telefonie, Vermittlungsstelle, Ruf- und Signalmaschine, Nachrichtentechnik, DDR, RFT, Elektromechanik, Fernsprechtechnik, 1960er Jahre
Bemerkungen:
Ruf- und Signalmaschinen gehörten zu den unverzichtbaren Baugruppen analoger Telefonvermittlungsstellen. Größere Anlagen verfügten häufig über zwei Maschinen, um bei einem Ausfall automatisch auf ein Reservegerät umschalten zu können. Die von der Maschine erzeugten und damals allbekanntenTonfolgen prägten jahrzehntelang die akustische Wahrnehmung des Telefonnetzes.
Die verschiedenen Telefon-Signale wurden durch das Zusammenspiel von:
Motor, Nockenwerk, Kontakten, Relais erzeugt.
Die Maschine ist damit ein typisches Beispiel für die Fernmeldetechnik der 1950er- und frühen 1960er-Jahre, unmittelbar vor dem Übergang zu transistorisierten Tongeneratoren.
Der Hersteller in Arnstadt war ab 1938 ein Zweigwerk des Erstaustatters der Industrieschule Chemnitz „Siemens & Halske“.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Literatur / Vergleichsobjekte:
VEB Fernmeldewerk Arnstadt – historische Produktionsunterlagen und Fernmeldetechnik-Dokumentationen.
www.robotrontechnik.de
Vergleichsobjekte: RSM Fernsig 5030, Ruf- und Signalmaschine RSM Bauart 30
Vermittlungstechnik-Wählsystem 22 (Siemes-Schuckertwerke), elektromechanische Ruf- und Signalmaschinen in Ortsvermittlungsstellen der Deutschen Post.
KI-Unterstützung
RSM1 Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
RSM1 Typenschild (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
RSM1 Motor (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
RSM1 Typenschild Motor (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

MS-DOS 5 (Softwarepaket)

#0125

MS-DOS 5 Softwarepaket (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Betriebssystem-Softwarepaket
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Microsoft Corporation, Redmond, Washington, USA
Modell:
MS-DOS 5.00
Objektart:
Software / Betriebssystem / Computertechnik
Datierung:
1991 (Produktvorstellung)
vorliegendes Exemplar: 22.01.1992 (Datenträgerkennzeichnung)
Maße:
B/H/T 19 x 6 x 24 cm
Gewicht:
1,66 kg (gesamtes Paket)
Seriennummer / sonstige Nummern:
036-214DV500
MSDOS D 5.00 OEM ONLY
Material / Technik:
Bedruckter Karton, Papierdokumentation, 5 magnetische Datenträger (5¼-Zoll-Disketten), PC-Betriebssystem für x86-kompatible Personal Computer.
Originalverpackung mit Microsoft-Sicherheitssiegel (Hologramm-/ Authentizitätslabel reflektierend mit Farbänderung) zur Kennzeichnung eines Originalprodukts und zum Schutz vor Softwarepiraterie.
Beschreibung:
Originales Softwarepaket des Betriebssystems MS-DOS 5.0 für IBM-PC-kompatible Computer. MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) war Anfang der 1990er-Jahre das weltweit am weitesten verbreitete Betriebssystem für Personal Computer. Die Version 5.0 führte zahlreiche Verbesserungen gegenüber früheren Ausgaben ein, darunter eine optimierte Speicherverwaltung, eine benutzerfreundlichere Bedienung sowie zusätzliche Systemwerkzeuge.
Das vorliegende Exemplar besteht aus der vollständigen Originalverpackung mit Handbüchern, Lizenzunterlagen und einem Satz von fünf Installationsdisketten im Format 5¼ Zoll. Die Kennzeichnung „OEM ONLY“ weist darauf hin, dass diese Version ursprünglich für den Vertrieb zusammen mit neuen Computersystemen vorgesehen war und nicht als eigenständige Einzelhandelsversion verkauft wurde.
Das Softwarepaket dokumentiert die Arbeitsumgebung von Personal Computern unmittelbar vor der breiten Einführung grafischer Betriebssysteme wie Microsoft Windows 3.1. MS-DOS bildete die Grundlage zahlreicher Anwendungen für Büro, Wissenschaft, Technik und private Nutzung.
Funktion:
Verwaltung von Hardware, Datenträgern, Dateien und Programmen auf IBM-PC-kompatiblen Computern; Bereitstellung einer Kommandozeilen-Benutzeroberfläche für Anwendungssoftware.
Zustand / Preis /Wert:
vollständiges Softwarepaket mit Originalverpackung und Dokumentation / ursprünglicher Verkaufspreis OEM-Version nicht separat ausgewiesen / heutiger Sammlerwert ca. 30–120 € je nach Vollständigkeit und Erhaltungszustand.
Provenienz:
Spende aus Privatbesitz: Andreas Müller (Zwickau)
Schlagwörter:
MS-DOS, Betriebssystem, Software, Microsoft, Personal Computer, IBM-PC, Diskette, Softwaregeschichte, 1990er Jahre, Informationstechnik
Bemerkungen:
Die Kombination aus Originalkarton, Handbüchern, Lizenzvertrag und vollständigem 5¼-Zoll-Diskettensatz dokumentiert sehr anschaulich, wie ein PC-Betriebssystem Anfang der 1990er Jahre verkauft und installiert wurde.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Bücher zu MS-DOS 5
Literatur / Vergleichsobjekte:
Zeitgenössische PC-Handbücher und Softwarekataloge der frühen 1990er-Jahre.
MS-DOS 3.3 / MS-DOS 6.22 / Microsoft Windows 3.1
KI-Unterstützung
MS-DOS 5 Softwarepaket Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
MS-DOS 5 Softwarepaket Label (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
MS-DOS 5 Diskettensatz (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
MS-DOS 5 Diskettentasche (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
MS-DOS 5 Benutzerhandbuch (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
MS-DOS 5 Einführung (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
MS-DOS 5 Sicherheitslabel (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Steve Jobs (Biographie)

#0124

Buch: Steve Jobs Titel (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Biographie / Sachbuch
Autor
Walter Isaacson
Titel:
Steve Jobs
Verlag:
C. Bertelsmann Verlag
Datierung:
2011 (2. Auflage der deutschen Erstausgabe)
ISBN:
978-3-570-10124-7
Objektart:
Buch / Biografie / Technikgeschichte
Maße:
ca. 22,7 × 15,0 × 5,0 cm
Gewicht:
ca. 980 g
Umfang:
704 Seiten, Hardcover, mit Bildteil
Material / Technik:
Bedrucktes Papier, Fadenheftung, Hardcover-Einband mit Schutzumschlag, Offsetdruck
Beschreibung:
Autorisierte Biografie des Apple-Mitbegründers Steve Jobs, verfasst von dem US-amerikanischen Autor und Journalisten Walter Isaacson. Das Werk basiert auf zahlreichen Interviews mit Steve Jobs, seinen Familienangehörigen, Freunden, Weggefährten und Konkurrenten. Die Biografie schildert die Entwicklung von Jobs vom jungen Elektronikenthusiasten zum Mitbegründer von Apple und zu einer der prägenden Persönlichkeiten der Computer- und Technologiegeschichte. Das Buch behandelt die Entstehung und Entwicklung bedeutender Produkte wie Macintosh, iMac, iPod, iPhone und iPad sowie den Einfluss von Steve Jobs auf die Digitalisierung des Alltags. Die Veröffentlichung erschien kurz nach seinem Tod im Jahr 2011 und zählt zu den meistgelesenen Biografien der modernen Technikgeschichte.
Funktion:
Vermittlung biografischer, wirtschafts- und technikgeschichtlicher Informationen über Leben, Wirken und Einfluss von Steve Jobs auf die Computer- und Elektronikindustrie.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, gut / ursprünglicher Ladenpreis ca. 25 € / heutiger Gebrauchtwert ca. 3–20 €
Provenienz:
Spende
Schlagwörter:
Steve Jobs, Apple, Computergeschichte, Biografie, Informationstechnik, Digitalisierung, Innovation, Silicon Valley, Unternehmergeschichte, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert
Bemerkungen:
Die Biografie entstand mit direkter Mitwirkung von Steve Jobs, der dem Autor umfassenden Zugang zu seinem persönlichen und beruflichen Umfeld gewährte. Das Werk gilt als wichtige Quelle zur Geschichte der Personal-Computer-, Smartphone- und Digitalindustrie der späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Umschlag
Literatur / Vergleichsobjekte:
Steve Jobs
Steve Wozniak – autobiografische Veröffentlichungen
Becoming Steve Jobs
Sammlungsobjekte zur Geschichte von Personal Computer, Macintosh, iPod, iPhone und iPad.
KI-Unterstützung
Steve Jobs Buchdeckel Rückseite (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Buch: Steve Jobs Auszug (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Steve Jobs Einband innen (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Buch: Steve Jobs Inhalt (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)

Commodore CBM 8032

#0005

CBM 8032 (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
Objektbezeichnung:
Personal Computer (PC)
Hersteller / Marke / Herstellungsort
Commodore International / USA (Made in W.-Germany / Braunschweig)
Modell:
Commodore CBM 8032
Objektart:
8-Bit Bürocomputer / Personal Computer mit integriertem Monitor
Datierung:
1980-1982, Originalobjekt: 1981 in 41. KW
Maße:
B/H/T ca. 42 x 36 x 47 cm
Gewicht:
ca. 22,5 kg
Seriennummer / sonstige Nummern:
SER.NO. WG 0007138
Material / Technik:
Kunststoffgehäuse, Metallchassis, elektronische Bauteile (TTL-Logik), integrierter CRT-Monochrommonitor, MOS 6502-Mikroprozessor, 1 MHz,  32 KiB RAM (max. 96 KiB), 18 KiB ROM, Speicheroptionen: Audiokassette, LW: 8“, 5.25“ (z. B. SSQD-8050 einseitig, Quad-Density), IEEE-488-Schnittstelle
OS: Commodore BASIC V4.0
Beschreibung:
Der Commodore CBM 8032 ist ein früher Bürocomputer der CBM/PET-Serie von Commodore International. Er steht exemplarisch für die Übergangsphase von Großrechnern zu kompakten Personal Computern im professionellen Einsatz.
Typisch für das Gerät ist sein integriertes All-in-One-Design mit eingebautem monochromen CRT-Monitor sowie Tastatur in einem gemeinsamen, robusten Gehäuse. Diese Bauweise machte externe Peripherie zunächst überflüssig und unterstreicht den praktischen, bürotauglichen Anspruch des Systems.
Technisch basiert der CBM 8032 auf der MOS-6502-Architektur und verfügt in der Regel über 32 KB RAM. Nach dem Einschalten steht unmittelbar Commodore BASIC zur Verfügung, wodurch Programmierung, Datenverarbeitung und einfache Büroanwendungen ohne zusätzliche Software möglich sind. In Kombination mit Diskettenlaufwerken und Nadeldruckern konnte es grundlegende Büroaufgaben effizient abbilden und trug so zur frühen Verbreitung von Computern im Arbeitsalltag bei.
Funktion:
Für den professionellen Einsatz in Büros, Schulen und Forschungseinrichtungen konzipiert. Textverarbeitung, Tabellen- und Datenverarbeitung, Programmierung in BASIC, einfache Büro- und Verwaltungsaufgaben.
Zustand / Preis /Wert:
gebraucht, nicht funktionsfähig, Sammlerwert 200€ (in optimalem Zustand und Funktion bis 800€), NEU: 1500 US$, 3950 DM (für Geschäftsmarkt)
Provenienz:
Spende
Schlagwörter:
8-Bit, Vintage Computer, PET-Serie, CBM, MOS 6502, Bürocomputer, Retrocomputing, Mikrocomputer
Bemerkungen:
Heute gilt der CBM 8032 als bedeutendes historisches Beispiel für die erste Generation professionell genutzter Mikrocomputer und ist ein geschätztes Sammler- und Museumsobjekt der frühen Computertechnik.
Zubehör oder andere Dokumente im Museum:
Literatur / Vergleichsobjekte:
Commodore PET/CBM Systemhandbücher
Vergleichsobjekte: Commodore PET 2001, CBM 3032
Fachliteratur zur 8-Bit-Ära der Mikrocomputer (1977–1985)
KI-Unterstützung
CBM 8032 Typenschild (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)
CBM 8032 Rückseite mit Schnittstellen (Bild: MEIK MüllerUJ Originalobjekt)